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Esplingeröder feiern Weihe des Spielplatzes

Ein Wespennest auf dem Spielplatz Esplingeröder feiern Weihe des Spielplatzes

Ein Wespennest auf einem Spielplatz? In Esplingerode ist das jetzt die Attraktion. Ein Bauwagen steht für die Kinder des Dorfes auf dem am Donnerstag geweihten Familientreffpunkt an der Mehrzweckhalle zur Verfügung. Für die Ortsbürgermeisterin ist damit ein kleiner Traum in Erfüllung gegangen.

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Quelle: Eckermann

Esplingerode. Ein Spielplatz hat für ein kleines Dorf symbolischen Charakter: Schaukel, Rutsche und Sandkasten stehen dafür, dass eine neue Generation nachwächst und Leben auf dem Lande bleibt. Esplingerodes Ortsbürgermeisterin Christa Kellner (CDU) hat es sich zu Aufgabe gemacht, ihren Ort lebens- und liebenswert zu erhalten. Die Früchte zweijähriger Arbeit hat sie am Himmelfahrtstag mit vielen Dorfbewohnern gefeiert: Der neue Spielplatz ist geweiht worden.

Beten um Segen für Spielgeräte

Alle Generationen waren am Donnerstag vertreten bei dem Gottesdienst, der aus Anlass Christi Himmelfahrts in der Kirche gefeiert wurde. Kinder präsentierten ein Rollenspiel, in dem sie die Bedeutung des Feiertages schilderten, sangen mit der Gemeinde Lieder und sprachen die Fürbitten. In einer erbaten die Gottesdienstbesucher Gottes Segen für den neuen Spielplatz an der Mehrzweckhalle.

Pfarrer George Valooparampil segnete schließlich auf dem Platz an der Mehrzweckhalle die Spielgeräte, die sich auf Bitten von Müttern im Ort nun an anderer Stelle befinden. Außerdem sind Sandkasten, Schaukelpferd, Rutsche und Schaukel ergänzt worden: Auch zwei Fußballtore befinden sich jetzt auf dem Spielplatz. Von den Kindern wurden sie im Anschluss an die Segnung und ein gemeinsames Frühstück ausgiebig getestet.

Robustes Fußballtor in Aussicht gestellt

Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) lobte - als ehemaliger Hobby-Fußballer - die Anschaffung. Zugleich kündigte er an, die Stadt werde helfen, falls einmal ein robusteres Exemplar angeschafft werden müsse. Auch zeigte er sich begeistert von der neuen Attraktion des Spielplatzes: Mit finanzieller Unterstützung der Sparkasse Duderstadt und dank vieler helfender Hände von Dorfbewohnern und Vereinsmitgliedern ist das Wespennest entstanden.

Einen alten Bauwagen der Realgemeinde hatten die Helfer mit Farbe von innen und außen gestaltet, selbst Gardinen wurden für das nun auf dem Spielplatz geparkte Gefährt genäht. Kellner lobte den Einsatz derjenigen, die sich daran beteiligt hatten, ihren kleinen Traum wahrzumachen und den Platz an der Mehrzweckhalle zu einem attraktiven Treffpunkt für alle Generationen zu gestalten.

Dem demografischen Wandel Leben entgegengestellt

Rund zwei Jahre sei es her, seit in einem Artikel in einer überregionalen Zeitung über Esplingerode als Paradebeispiel eines an der Demografie gescheiterten Dorfes berichtet worden sei, berichtete Kellner. In einem weiteren Beitrag im Tageblatt habe sie kurz darauf einen Wunsch geäußert: dass der Platz an der Mehrzweckhalle eine Begegnungsstätte für Jung und Alt würde. Esplingerode habe daraufhin eine wahren Ansturm durch Medienvertreter erlebt: Mehrfach sei das Fernsehen im Ort gewesen, um zu berichten.

All das habe dazu beigetragen, im Ort die Ärmel hochzukrempeln und sich gegen den demografischen Wandel zu stellen - mit kleinen Mitteln. Zwar sei noch nicht alles umgesetzt, was sich Kellner erhoffe, doch die Ortsbürgermeisterin sei guter Dinge, dass sich auch das große Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel noch realisieren lasse. Es fehlten nur noch die Figuren, sagte Kellner – dann könne ein weiterer Schritt in Richtung Begegnungsstätte unternommen werden. Und danach? „Dann gibt es vielleicht noch eine Sektbar“, sagte Kellner lachend.

© Eckermann

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