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Evangelischer Kirchenkreis Harzer Land muss sparen

Weniger Pfarrstellen Evangelischer Kirchenkreis Harzer Land muss sparen

Die Vorgaben der Landeskirche Hannover sind klar. Der evangelische Kirchenkreis Harzer Land, zu dem auch sechs Gemeinden im Untereichsfeld gehören, soll seine Ausgaben in den Jahren 2017 bis 2022 in mehreren Schritten um 667 000 Euro verringern. Das war Thema des Kirchenkreistags, des regionalen Kirchenparlaments.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Dorste. Die Kürzungen tragen dem jährlichen Mitgliederverlust von anderthalb Prozent Rechnung. Derzeit gehören noch 58 000 Lutheraner dem Kirchenkreis an. Sie werden von 25 Pastoren betreut. Hinzu kommen acht Pastoren, deren Stellen die Landeskirche außerplanmäßig finanziert, sowie die Stelle des Superintendenten.

Die jährlichen Kosten pro Pastor belaufen sich auf 92 000 Euro. Die Kürzungen entsprechen also dem Fortfall von sieben Stellen. Wo sie gestrichen werden, regelt der Stellenplan. Ihn muss der Kirchenkreistag im Januar kommenden Jahres beschließen.

Superintendent Volkmar Keil schlägt vor, zunächst einmal pro forma die Mittel für die Gemeindefinanzierung sowie drei Pfarrstellen nach Regionen zu streichen. Bis 2018 hätte der Kirchenkreistag dann die Möglichkeit, den Stellenplan noch zu ändern. „In aller Ruhe“, so Keil, könnten die Kirchenparlamentarier überlegen, wo sie welche Kürzungen vornehmen wollen. Kein Pastor solle seine Pfarrstelle verlassen müssen.

Um den Übergang zu gestalten, plant die Landessynode die Einrichtung eines Strukturanpassungsfonds. Das Geld, auf das der Kirchenkreis Anspruch hätte, würde die Kürzungen mehr als ausgleichen. „Es kann aber nur für strukturelle Anpassungen an die neue Situation verwendet werden“, betont der Osteroder Pastor, Uwe Brinkmann. Er gehört der Synode an.

Brinkmann stellt klar, dass der Kirchenkreis Harzer Land besonders stark vom demographischen Wandel betroffen ist. Junge Menschen wandern auf der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen ab. Jedes Jahr sterben 1000 Mitglieder. Kirchenaustritte seien dagegen von untergeordneter Bedeutung, so der Pastor.

Von Michael Caspar

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