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Evangelischer Kirchenkreis Osterode richtet Seelsorge im Seniorenheim ein

Reaktion auf demographischen Wandel Evangelischer Kirchenkreis Osterode richtet Seelsorge im Seniorenheim ein

„Auch alte Menschen haben spirituelle Bedürfnisse“, sagt Pastorin Ute Rokahr (57). Seit Januar 2015 ist die Theologin, die über mehrere Jahre berufsbegleitend eine pastoralpsychologische Zusatzausbildung absolviert hat, im evangelischen Kirchenkreis Harzer Land, zu dem das Eichsfeld gehört, für Altenheimseelsorge zuständig.

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Ute Rokahr

Quelle: mic

Osterode. Sie kümmert sich insbesondere um die Heime der Diakonie St. Jacobi und Siebenbürgen in Osterode. „Die Stelle wurde geschaffen, weil die Region besonders stark vom demographischen Wandel betroffen ist“, erläutert Rokahr. Im Kirchenkreis gibt es 54 Seniorenheime unterschiedlicher Träger.

Rokahr ist über die Krankenhausseelsorge zu ihrem neuen Arbeitsgebiet gekommen. 16 Jahre lang war sie in diesem Bereich tätig, davon die letzten acht Jahre im Göttinger Uniklinikum. Für den Gesundheitsbereich hat sie sich bereits als Studentin interessiert. Damals machte sie als Schwesternhelferin in Krankenhäusern Nachtwachen. Nach dem Examen war sie zunächst als Gemeindepastorin im Osnabrücker Land tätig. Dann entschied sie sich für den Schwerpunkt Seelsorge.

Sie will den Menschen die Freiheit lassen, mit ihr ins Gespräch zu kommen. „Ich gehe nicht von Tür zu Tür“, betont sie. Eines ihrer Angebote nennt sie „Mit der Bibel im Gespräch“. Dort betrachten Senioren eigene Lebensfragen im Horizont des Glaubens, in der Perspektive der biblischen Verheißung. Das Gesprächsangebot gilt für Menschen aller Religionen, aber auch für Personen, die sich enttäuscht von der Kirche abgewandt haben. „Religiöse Fragen stellen sich im Alter oder bei Krankheiten oft neu“, hat Rokahr beobachtet. Gerade Menschen im letzten Lebensabschnitt setzen sich mit belastenden Kindheits- und Jugenderinnerungen auseinander. Einige leiden unter Einsamkeit, selbst wenn es den ganzen Tag lang Angebote für sie gibt.

Die Theologin sucht auch den Kontakt zu Haupt- und Ehrenamtlichen. Beiden Gruppen bietet sie Weiterbildungen über Spiritualität und Religion an.

Von Michael Caspar

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