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Experten diskutieren in Duderstadt

Unternehmen im ländlichen Raum Experten diskutieren in Duderstadt

Schleppende Digitalisierung, Lücken in der Infrastruktur, Fachkräftemangel und nicht gesicherte Nachfolge bieten besonders für Unternehmen im ländlichen Raum existenzielle Probleme. Wie der Mittelstand sich besser aufstellen kann, haben Experten aus Politik und Wirtschaft in Duderstadt diskutiert.

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Wirtschaftsminister Olaf Lies und weitere Wirtschafts-Experten treffen sich im Forum, um die Zukunft von Unternehmen in der ländlichen Region zu erörtern.

Quelle: Oliver Thiele

Duderstadt. In den Räumen der Ottobock Health Care als Tagungsort stimmten Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank), Dr. Sönke Rössing, aus der Ottobock-Geschäftsführung und Landrat Bernhard Reuter (SPD) darin überein, dass in Südniedersachsen Aufbruchstimmung herrsche.

Viele Unternehmen seien bereit zu Innovation und Weiterentwicklung der Unternehmenskultur. Probleme gebe es aber immer noch in den Bereichen schnelles Internet, Infrastruktur, Verkehrsanbindung, Fachkräfte und, wie Holger Willuhn als Vorstandssprecher der Volksbank Mitte ergänzte, fehlender Nachwuchs bei Firmenübernahmen.

Was dagegen zu tun sein, wurde vor etwa 200 Teilnehmern im Forum „Chancen für den Mittelstand“ erörtert. „Durch Digitalisierung fallen Grenzen weg. Unternehmen sollten keine Angst davor haben und zu Innovationen bereit sein“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD).

Forum „Chancen für den Mittelstand“

Duderstadt. Das Forum „Chancen für den Mittelstand – Wachstum fördern, Fachkräftemangel begegnen“ bietet kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit, sich mit Experten der Wirtschaftsförderung über Fördermöglichkeiten auszutauschen. Für Unternehmen sei es wichtig, die eigene Position im Wettbewerb zu verbessern, betonen die Veranstalter des Forums, das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr, die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) sowie die Ottobock Health Care. Weitere Partner des Forums sind die Sparkasse Duderstadt, die Volksbank Mitte, die Industrie- und Handelskammer Hannover, die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, die SüdniedersachsenStiftung und die Stadt Duderstadt.

Johannsen schlug eine weitere demografische Ausrichtung von Arbeitsplätzen vor, die zudem von der niedersächsischen Demografieagentur gefördert werde. Markus Teichert, Vorstand der Sparkasse Duderstadt, bemerkte, dass es in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weniger Existenzgründer gebe.

Mitarbeiterzufriedenheit födere die Motivation, meinte Carsten Hochwald, Personalchef bei Ottobock. Zum Beispiel sollten Umfragen bei Mitarbeitern als Input für die Firma genutzt werden. Damit schlug er gleich den Bogen zu Prof. Dr. Nick Lin-Hi von der Universität Vechta, der über Corporate Social Responsibility (CSR - soziale Unternehmensverantwortung) referierte.

„CSR beeinflusst die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter“, sagte der Experte. Er empfahl Unternehmern, soziale Verantwortung zu tragen , deren Wahrnehmung von außen zu messen und die Werte eines ehrbaren Kaufmanns zu leben. Mit einer positiven Unternehmenskultur könnten auch motivierte Fachkräfte gewonnen werden.

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©Richter