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Aufräumarbeiten mit Spezialfirma

Gasexplosion auf Tankstellengelände Aufräumarbeiten mit Spezialfirma

Nach der Explosion eines mit Erdgas betriebenen VW Tourans auf der Aral-Tankstelle an der Charlottenburger Straße am Freitag um 18.20 Uhr sind in der Nacht zum Sonnabend Mitarbeiter einer Spezialfirma aus Lübeck angerückt. Das Tankstellengelände blieb bis Sonnabend weiträumig abgesperrt.

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Der ferngesteuerte Minibagger im Einsatz - der große Behälter ist schon gesichert.

Quelle: NE

Duderstadt. Bei der Verpuffung am Freitagabend wurde der Touran-Fahrer aus Clausthal-Zellerfeld verletzt. Der 58-Jährige wird im Duderstädter Krankenhaus stationär behandelt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll der Mann den Ölstand kontrolliert haben, als sich die Gasexplosion ereignete: „Ansonsten hätte es schlimmer ausgehen können.“ Durch die Wucht der Druckwelle hob der Wagen vom Boden ab, Trümmerteile flogen durch die Luft, die Überdachung der Zapfsäulen wurde ebenso beschädigt wie ein Wohnmobil und ein VW Polo auf dem Tankstellengelände. Der Knall war bis Gerblingerode und Tiftlingerode zu hören, berichteten Einwohner.

Mit Containern Tankstelle abgeschirmt

Mit einem ferngesteuerten Mini-Bagger und einem Hubwagen haben Geschäftsführer Michael Frank und ein Mitarbeiter der UKM-GmbH (Umwelt-Technik-Metallrecycling) den Touran am Sonnabend von den Tanksäulen weggezogen.  Zuvor wurden Container abgesetzt, um Tankstellengebäude und Zapfsäulen abzuschirmen. Mit Schere und Spreizer bauten Frank und sein Kollege anschließend drei weitere Gastanks, die nicht geborsten waren, aus dem Wagen aus.

Neben einem Benzintank war das Fahrzeug mit vier Gasbehältern ausgestattet. Ein Gasbehälter habe die Sprengkraft von rund sechs Kilo TNT, sagt Frank. Die ausgebauten Gasflaschen  wurden in Gastor-Bergungsdruckgefäßen, einer Explosionsdruck standhaltenden  UTM-Eigenentwicklung, zur Entsorgung nach Lübeck abtransportiert, der Touran auf Anordnung der Staatsanwaltschaft zur Untersuchung von einem Abschleppdienst nach Göttingen gebracht.

Feuerwehreinsatz bis Sonnabend

Die Feuerwehren Duderstadt und Nesselröden waren seit Freitagabend mit 20 Einsatzkräften vor Ort. Auch Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) verschaffte sich ein Bild der Lage. Gewerbeaufsichtsamt,  Unfallgutachter, Notarzt, ein Sicherheitsingenieur von Harz Energie, die VW-Unfallforschung und ein Kfz-Meister wurden eingeschaltet. Das Deutsche Rote Kreuz versorgte die Helfer, der Feuerwehreinsatz und die Sperrung  der Göttinger Straße dauerten bis 11.30 Uhr, die Aufräumarbeiten noch länger an.

 Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion sind noch nicht abgeschlossen. Der VW-Konzern hat im Juli eine Rückrufaktion für 30 000 EcoFuel-Fahrzeuge der Modelle Passat, Caddy und Touran gestartet, da die regelmäßige Überprüfung der Gastanks auf Dichtigkeit und Korrosion nicht gewährleistet sei. Betroffen sind 7000 Touran-Modelle der Baujahre 2006 bis 2010. „Eine zu geringe Restwandstärke kann zum Bersten eines Gastanks führen“, heißt es in einer VW-Mitteilung.

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©Richter