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Fachwerkbestand muss gepflegt werden

Triennale für Fachwerkhaus-Besitzer Fachwerkbestand muss gepflegt werden

Nach Abschluss der ersten von der Stadtverwaltung ausgerichteten Fachwerktriennale hat Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) ein positives Resumee gezogen. Für Fachwerkhaus-Besitzer seien viele wichtige Hinweise und Tipps für Renovierungs- und Sanierungsvorhaben gegeben worden, und die Resonanz sei offensichtlich lebhaft gewesen. Insgesamt hatten sich zu der halbtägigen Veranstaltung im historischen (Fachwerk-)Rathaus etwa 70 interessierte Gäste eingefunden.

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Quelle: Mischke

In seiner Begrüßung hatte Nolte unter Hinweis auf die demographische Entwicklung Duderstadts (Tageblatt berichtete) erklärt, man müsse reagieren und künftig nur noch in Ausnahmefällen Neubaugebiete ausweisen. Stattdessen solle es mehr und mehr um die Bestandspflege gehen sowie um das Füllen von Baulücken in der vorhandenen Bebauung.

Der als deutscher Fachwerkpapst bezeichnete Professor Manfred Gerner stellte anschließend eine Art Checkliste für Fachwerkhausbesitzer vor. In ihr sind all jene Punkte aufgeführt, die Hausbesitzer einer kritischen Würdigung unterziehen sollten. Die Liste ist recht umfassend und gibt Hinweise, wo sich besonders schnell Schäden und anstehende Reparaturen im Haus finden lassen. Die Liste können interessierte Bürger in der städtischen Bauverwaltung, im Bürgerbüro und in der Tourist-Information im Rathaus auf Nachfrage erhalten.

Reichlich Informationen gab es sodann vom Steuerbüro Kopp zum Thema Abschreibungsmöglichkeiten sowie von Vertretern der Sparkasse Duderstadt und der Volksbank Eichsfeld-Northeim zum Thema Finanzierung von Renovierungs- und Sanierungsvorhaben. Beide Banken bieten besondere Kreditmöglichkeiten für diese Zwecke und informieren auch über Leistungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.
Überhaupt, so wurde im Verlauf der Fachwerk-Triennale deutlich, sollten sich Hausbesitzer, die etwas an ihrem Gebäude verändern und verbessern wollen, vor Beginn der Maßnahme ausführlich beraten lassen. Dazu gehört die städtische Denkmalpflege, der Steuerberater und die Bank oder die Sparkasse.

Ein besonderer Programmpunkt waren persönliche Erfahrungsberichte von Fachwerkhausbesitzern, die umfänglich renoviert und saniert haben. Als Gesprächspartner der Besucher berichteten von ihren Projekten Viktor Wesselak, Matthias Koch und Michael Schmutzer. Sie sprachen unter anderem über Faktoren wie energetische Sanierung, Materialauswahl und bauphysikalische Untersuchungen.

In einem Schlusswort wies Bürgermeister Nolte dann darauf hin, dass die Verwaltung beabsichtigte, einen Stammtisch für Fachwerkhaus-Besitzer einzurichten. Dazu wolle die Stadt allerdings nur den Anstoß geben und im weiteren Verlauf dann auf das Engagement und Interesse der Bürger setzen. Außerdem informierte Nolte, dass geplant sei, im Couphus einen Bürgersaal einzurichten, der beispielsweise auch für den Vertrieb regionaler Produkte genutzt werden könnte. Auch dies wäre ein wichtiger Teil des neuen Nutzungskonzeptes für das historische Rathaus.
Im Hinblick auf die gute Resonanz, die diese Fachwerktriennale hatte, wird eine zweite derartige Veranstaltung am Tag des offenen Denkmals im September ausgerichtet.

Von Sebastian Rübbert

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