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Fachwerktriennale: Duderstadt präsentiert sich als einer von 18 Orten

„Ideendoping für Stadtentwicklung“ Fachwerktriennale: Duderstadt präsentiert sich als einer von 18 Orten

18 Orte sind im kommenden Jahr dabei, wenn die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte (ADF) gemeinsam mit der Projektgruppe Stadt und Entwicklung wieder eine Fachwerktriennale ausruft. Einer davon: Duderstadt.

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Duderstadt nimmt als eine von 18 Städten an der Fachwerktriennale teil.

Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Duderstadt. Die Stadt werde sich mit einem Beitrag unter dem Titel „Bürger für Bürger“ präsentieren, kündigt Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) an.

„Ziel dieses Projektes ist es, besondere Quartiere für Bürger zu schaffen und sie an der Entwicklung dieser Quartiere zu beteiligen“, erläuterte Bernhard Kleinhenz, Architekt und Leiter der Planungs- und Projektabteilung der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG. Das Engagement des Firmenchefs Hans Georg Näder bei der Entwicklung des Stadtbildes der Fachwerkstadt Duderstadt soll einer der Schwerpunkte der Triennale im kommenden Jahr sein.

Zwischen dem Unternehmen und der Stadt Duderstadt bestehe seit Jahren eine wertvolle Zusammenarbeit, sagte Nolte: „Nicht zuletzt aufgrund der Heimatliebe des Duderstädter Bürgers und Firmeninhabers Hans Georg Näder“, sagte Nolte augenzwinkernd und hob damit auf das „Heimatliebe“ getaufte Bier der Privatbrauerei im Hotel Zum Löwen ab. Näders privates Engagement in Einzelprojekte wie das Löwenquartier umfasst ein Gesamtvolumen von rund 27 Millionen Euro.

Am Hotel Zum Löwen sei die praktische Umsetzung von Stadtentwicklung sichtbar: „Das sanierungsbedürftige Gebäudeensemble wurde zu einer exklusiven Herberge umgebaut“, so Kleinhenz. „Der Bauherr hat Visionen entwickelt, wir haben sie umgesetzt“, fügte er hinzu. Nicht nur Näder, auch Initiativen wie der Förderkreis Denkmal- und Stadtbildpflege sorgten dafür, den „Leitgedanken der Zukunftsentwicklung der Stadt voranzutreiben“.

„Die Städtebauförderung muss fortgesetzt werden"

Zudem bestünden innerhalb des Fachwerk-Fünfecks wertvolle Kooperationen mit den Fachwerkstädten Einbeck, Northeim, Osterode und Hann. Münden. Nicht zuletzt trage die jahrelange Zusammenarbeit mit der ADF zu einer positiven Stadtentwicklung bei.

Die Triennalen seien eine ideale Gelegenheit, die Fachwerkstädte näher zusammenrücken zu lassen und aus den Erfahrungen in anderen Städten eigene Anregungen zu ziehen, sagte Jürgen Germerott, der das Projekt für die Stadt Duderstadt begleitet. Für ihn sei eine Triennale „Ideendoping für Stadtentwicklung.“

„Die Städtebauförderung muss aber fortgesetzt werden“, appellierte Nolte an Stephan Willinger vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Bauordnung. Die Erhaltung und Weiterentwicklung einer Stadt sei eine herausfordernde Daueraufgabe, die neben einer entsprechenden Förderkulisse viel bürgerschaftlichem Engagement bedarf. „Die Identität der Bürger, Vereine und der Wirtschaft mit ihrer Heimatstadt gilt es hierbei zu begründen, zu stärken und zu pflegen“, so Nolte.

Hierfür sollen im Rahmen der Fachwerktriennale 2015 neue Ansätze entwickelt werden. Um eine stärkere Außenwirkung zu erzielen, schlägt Nolte vor, den Tag des offenen Denkmals ebenfalls in zeitliche Nähe zur Fachwerktriennale zu legen. Damit fände er nicht am Sonntag, 18. September, sondern am Sonntag, 27. September, statt – einen Tag vor Beginn der Fachwerktriennale.

Projekte aus 18 Orten

33 Städte skizzieren seit 2009 während der alle drei Jahre stattfindenden Fachwerktriennalen Stadtentwicklungsideen, die im Zusammenschluss zu Netzwerken zu konkreten Projekten ausgearbeitet werden.

Für die Triennale im kommenden Jahr haben sich bisher 18 Orte angemeldet. An der durch die Nationale Stadtentwicklungspolitik geförderten Triennale unter dem Motto „Fachwerkstädte – Impulse aus der Wirtschaft“ nehmen Projekte aus Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen und Hessen teil.

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©Richter