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Fackelzug nach Siemerode

Gedenken an Grenzöffnung vor 25 Jahren Fackelzug nach Siemerode

„Die Grenzöffnung war der schönste Tag in meinem Leben“, sagte Hans-Karl Haase. Und darum marschierte der 66-Jährige am Freitagabend auch mit beim Gedenk-Fackelzug von Vogelsang nach Siemerode. Der Rentner war einer von rund 80 Männern, Frauen und Kindern, die die rund drei Kilometer lange Strecke auf der L 568 bei ordentlich blasendem Wind zurücklegten.

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Von Vogelsang bis Siemerode führt der Gedenk-Fackelzug.

Quelle: Theodoro da Silva

Siemerode. Unterwegs kamen sie an dem Schild vorbei, das die Aufschrift trägt „Hier waren Deutschland und Europa bis zum 10. Dezember 1989 um 10.15 Uhr geteilt“, und das genau an der Stelle steht, an der sich vor 25 Jahren der innerdeutsche Grenzzaun zwischen Bischhagen und Vogelsang öffnete.   

Das Wort „Wende“ kennt Emily Brückner, mit dem Wort „Grenze“ im innerdeutschen Kontext kann die Zehnjährige aber nichts anfangen. Umso mehr Wilfried Koch: der heute 69-Jährige wurde 1961 wegen versuchter Republikflucht zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt.

Als der Posaunenchor Gelliehausen „Großer Gott, wir danken Dir“ spielte, sang der Rentner  deshalb auch voller Inbrunst mit – so wie später auch bei der ökumenischen Andacht in der gut besuchten Siemeroder Kirche.

Von Hauke Rudolph

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