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Fahrraddemo für mehr Sicherheit für Radfahrer in der Stadt Duderstadt

Klingelnd durch Duderstadt Fahrraddemo für mehr Sicherheit für Radfahrer in der Stadt Duderstadt

Dass es sich beim Thema Sicherheit für Radfahrer in der Stadt Duderstadt um ein Problem handelt, haben selbst skeptische Teilnehmer einer gemeinsamen Fahrraddemo der Grünen im Rat der Stadt und der Bürgerinitiative Lebendige Stadt Duderstadt am Sonnabendvormittag am eigenen Leib erfahren.

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Dass es sich beim Thema Sicherheit für Radfahrer in der Stadt Duderstadt um ein Problem handelt, haben selbst skeptische Teilnehmer einer gemeinsamen Fahrraddemo der Grünen im Rat der Stadt und der Bürgerinitiative Lebendige Stadt Duderstadt am Sonnabendvormittag am eigenen Leib erfahren.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Trotz der Präsenz der Polizei und obwohl eine Gruppe von rund 25 Radfahrern teils in Warnwesten unterwegs war, und somit deutlicher auffiel als ein einzelner Radfahrer, gab an zwei Stellen im Stadtgebiet Schwierigkeiten.

Eine davon sollte geplantermaßen besprochen werden, so hatte es Mitinitiator Wolfgang Hirschfeld (Grüne) vorgesehen. Es handelte sich dabei um die Gefahr für Radfahrer im Bereich der Industriestraße und der Wolfsgärten. „Dort sind die Autofahrer beim Ausfahren von den Parkplätzen der Märkte nicht darauf eingestellt, dass ihnen Radfahrer begegnen könnten“, monierte Hirschfeld.

Den Autofahrern, zu denen er selbst gehöre, wolle er damit keinen Vorwurf machen. Stattdessen regte er an, die Straße mit farbigen Warnsymbolen zu markieren. Worin das Problem besteht, erfuhr ein Teil der Demonstranten an der Baumarkt-Ausfahrt an den Wolfsgärten. Dort wartete ein Autofahrer die ersten zehn Fahrräder ab, achtete dann auf den Autoverkehr, sah eine Lücke und fuhr an. Es gelang ihm, vor den aufschließenden Radfahrern abzubremsen.

Von der Marktstraße aus waren die Teilnehmer der Demo klingelnd und bestens gelaunt gestartet. Im Laufe der Fahrt stießen mehr und mehr Interessierte auf Rädern hinzu. Hirschfeld ermunterte sie, zur Diskussion beizutragen. Probleme und Ideen würden dann in die politische Diskussion eingebracht. Bereits 2012 hatten sich die Grünen für eine Verbesserung der Situation für Radfahrer in der Stadt Duderstadt eingesetzt. „Im Ergebnis ist davon so gut wie nichts umgesetzt“, sagt Hirschfeld.

Dass es sich beim Thema Sicherheit für Radfahrer in der Stadt Duderstadt um ein Problem handelt, haben selbst skeptische Teilnehmer einer gemeinsamen Fahrraddemo der Grünen im Rat der Stadt und der Bürgerinitiative Lebendige Stadt Duderstadt am Sonnabendvormittag am eigenen Leib erfahren. © Eckermann

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Von negativen Erlebnissen berichteten mehrere Mitfahrer unterwegs. Gefährlich sei es, als Radfahrer in den Kreiseln am Neutor, an der Industriestraße und Richtung Westerode unterwegs zu sein, da hier eine Markierung fehle und weder Autofahrer noch Radfahrer wüssten, wer sie wie zu verhalten habe. „Hier wäre mit wenig Aufwand viel mehr Sicherheit herstellbar“, glaubt Hirschfeld, wenn eine Markierung deutlich machte, wessen Bereich wo sei. Gleiches gelte für verschiedene Straßen im Stadtgebiet, in denen „Radspuren“ sinnvoll wären.

„An der Kreuzung Göttinger Straße wäre ich schon der Mal beinahe umgefahren worden“, berichtet ein anderer Mitfahrer. Hier sei das Problem, dass Autofahrer beim Abbiegen den Vorrangverkehr im Auge behalten müssten und den Überweg nicht wahrnähmen. Linksabbiegen vor der Einfahrt zum Areal Bahnhof, wenn man als Radfahrer von der Innenstadt aus kommt? Beinahe unmöglich. Vom Freibad kommend in den Schützenring einbiegen? Schwierig. Vom Schützenring in Richtung Worbiser Straße fahren, ohne auf die Straße zu wechseln?

Wegen eines nur sehr schmalen Weges eine echte Gefahr. Hirschfeld und die Demonstranten benannten mehrere Punkte, an denen es für Radfahrer gefährlich ist. Der Grünenpolitiker will Gefahrenstellen und Ideen zur Verbesserung der Situation nun sammeln.

Immerhin konnte Wilfried Dierkes, Sprecher der Bürgerinitiative Lebendige Stadt Duderstadt, eine gute Nachricht für die Radfahrer kundtun: Die Stadtverwaltung hat den Bauhof beauftragt, die angeschaffte Möblierung für die Innenstadt zu installieren. Dazu gehören auch Fahrradständer. „Vielleicht bieten wir dem Bauhof unsere Mithilfe an?“ schlug eine Teilnehmerin vor.

Darüber soll in der nächsten BI-Sitzung am kommenden Donnerstag um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus beraten werden. Mit ihrer Teilnahme an der Demo der Grünen zeigte sich die BI, die sich im Grunde für die Fußgängerzone einsetzt, radfahrerfreundlich. Dass nicht jeder so eingestellt ist, erfuhren Demo-Begleiter am eigenen Leib.

Ein Fußgänger, der dem Trupp begegnete, schlug mindestens zwei Radfahrer. Verletzt wurde niemand. „Das zeigt aber, dass es richtiggehende Fahrradhasser gibt“, sagte Hirschfeld.

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©Richter