Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Regen

Navigation:
Familie ausgenommen: Haft für Einbecker Betrüger

Urteil Familie ausgenommen: Haft für Einbecker Betrüger

Zu einem Jahr und zehn Monaten Haft ohne Bewährung wegen mehrfachen Betrugs ist ein 37-jähriger Einbecker am Duderstädter Amtsgericht verurteilt worden.

Voriger Artikel
Landkreis Göttingen kauft GAB für 40 000 Euro
Nächster Artikel
Möge dem Stadtrat ein Licht aufgehen
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Rollshausen. Der Angeklagte  nutzte die Gutmütigkeit und Leichtgläubigkeit einer Familie aus Rollshausen aus, um sie laut Richter Michael Pietzek „wie eine Weihnachtsgans auszunehmen“.

Das Drama nahm seinen Anfang mit dem Verkauf eines älteren Audi A6 zum Preis von 4000 Euro. Das Auto erwarb der Angeklagte von einem 74-jährigen Rentner in Rollshausen, der sich auf das Versprechen monatlicher Ratenzahlungen in Höhe von 200 Euro einließ. Obwohl die ausblieben, liehen der Rollshäuser und seine Familie dem 37-Jährigen, den sie erst durch den Autoverkauf kennengelernt hatten, noch einmal insgesamt rund 15 000 Euro Bargeld.

Der Angeklagte habe so lange auf die Familie eingeredet, bis sie dafür selbst ein Darlehn aufgenommen habe, das sie jetzt bei geringer Rente abstottern müsse, sagt Pietzek. Weitere Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit mindestens vier Handy-Verträgen und Einkäufen mit EC-Karte unter anderem für mehrere tausend Euro in einem Elektronikmarkt seien nicht Gegenstand der Anklage gewesen.

Die Verteidigung hat gegen das Urteil Rechtsmittel eingelegt. Der Angeklagte ist laut Pietzek einschlägig vorbelastet und steht unter Bewährung. Falls das Urteil rechtskräftig wird, müsse er mit der Vollstreckung von Reststrafen und damit einer weiteren Haftstrafe in Höhe von einem Jahr rechnen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter