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Einsatz für eine humanere Arbeitswelt

Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Duderstadt Einsatz für eine humanere Arbeitswelt

125-jähriges Bestehen hat der Ortsverein St. Josef der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mit einer Jubiläumsmesse und einem Empfang im Pfarrheim St. Cyriakus gefeiert. Vorstandssprecher Heinz-Jürgen Thiele blickte auf die Geschichte zurück, Propst Bernd Galluschke machte Mut für die Zukunft.

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Quelle: HS

Duderstadt. Alle Kirchenbänke in der Basilika waren besetzt, vor dem Altar stand das Hammerkreuz als Symbol für die Verbundenheit von Glaube und Arbeit, die befreundete KAB Leinefelde und der örtlicheKolpingsfamilie waren samt Bannern vertreten. Thiele erinnerte in seiner Ansprache an die Papst-Enzyklika von 1891 zur Arbeiterfrage, die für das gesellschaftlich ausgegrenzte und von Arbeitgebern ausgenutzte Proletariat in den industriellen Ballungsgebieten, das der Kirche in Scharen davonlief, schon zu spät gekommen sei.

Im gleichen Jahr wurde in Duderstadt ein Katholischer Arbeiterverein gegründet, die KAB dann in der NS-Zeit verboten. Vor dem Krieg habe es hier noch sieben Arbeitervereine gegeben, sagte Thiele. Mit der KAB St. Josef habe man eine Gemeinschaft gefunden, die sich für die Familie, eine gerechtere und humanere Arbeitswelt einsetzt und ihre Anliegen an die Öffentlichkeit trägt. Auch künftig will der überalterte und unter Nachwuchssorgen leidende Verein die Zukunft im Sinn der katholischen Soziallehre mitgestalten. Niedriglohn- und Leiharbeitsplätze seien en ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft, sagte Thiele.

Galluschke nannte die KAB einen Vorläufer der heutigen Entwicklung, die angesichts der abnehmenden Zahl von Priestern und Hauptamtlichen zunehmend ehrenamtliches Engagement erfordere. Nüchternheit und Hoffnungsstärke zeichneten die KAB aus, die sich gegen den Strom der Mächtigen stelle. Mut und Entschlossenheit seien gefordert in einer Welt, die von allen guten Geistern verlassen erscheint, sagte der Propst, nannte als Stichworte Aleppo, Mossul und die Wahl von Donald Trump, erteilte den „dummen Worten des Freundeskreises“ ebenso eine Abfuhr wie der Genehmigung von Medikamententests an Demenzkranken: „Da fallen mit die letzten Haare aus.“

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