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Ferienprogramm auf Gut Herbigshagen für Kinder von Ottobock-Mitarbeitern

Zeit für Wölfe Ferienprogramm auf Gut Herbigshagen für Kinder von Ottobock-Mitarbeitern

Die Heinz-Sielmann-Stiftung und die Firma Ottobock sind Kooperationspartner. Davon profitieren auch die Kinder. In einer Wildniswoche erfahren zurzeit Kinder von Ottobock-Mitarbeitern Wissenswertes über die heimische Natur, Jäger und Gejagte.

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Reichen den Nachbau eines Wolfsschädels herum: Kinder im Kreativraum der Sielmann-Stiftung.

Quelle: Mahnkopf

Duderstadt. „Seit zwei Jahren bieten wir ein gemeinsames Programm in den Oster-, Sommer- und Herbstferien an“, sagt Karsten Ley, der die Firmengruppe im Stiftungsrat vertritt und auch Geschäftsführer des Tabaluga-Hauses ist:

„Die Kinder werden morgens am Werkstor von einem Bus abgeholt und zum Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen gefahren.“ In drei Wochenblöcken geht es dort in diesen Sommerferien um die Themen Handwerk, Bauernhof und Wildnis.  Der Aktionsradius wurde erstmals ausgeweitet – vom Harz bis zum Obereichsfeld. Den Kindern gefalle das so gut, dass es auch „Wiederholungstäter“ gebe, sagt Ley.

Ein Dutzend Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren sitzen derweil im Kreativraum der Stiftungszentrale, reichen einen Wolfsschädel herum und kleben an den Lippen von Rómulo Aramayo. Der nach Deutschland vordringende Wolf fasziniert nicht nur Aramyo. Der Biologe spricht von Rüden, Riechhaut, Fähren und Trittsiegeln, verpackt Jägerlatein und Fachjargon aber so unterhaltsam und anschaulich, dass die Kinder gebannt zuhören.

„Was macht ein Wolfsrudel wenn es auf Tiere aus dem Nachbarrevier trifft?“ fragt Aramayo. „Stehenbleiben“, antwortet die achtjährige Viktoria spontan. Und liegt damit nicht falsch. Wölfe haben ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Ihr Revier markieren sie mit Urin. Um Inzest im Rudel zu verhindern, kommt es zu Abwanderungen.

Schnell haben die Kinder herausgefunden, dass der herumgereichte Wolfsschädel nicht echt, sondern aus Plastik ist. Fellstücke, Zähne und Kotproben aus dem „Wolfskoffer“, der bei der Stiftung ausgeliehen werden kann, sind hingegen echt.

Beim „Toilettenspiel“ erkunden die Kinder – wie Wölfe in einer Kulturlandschaft – Fluchtwege, im Außenbereich ahmen sie den Gang von Wölfen nach. Dann geht es zum Bärenpark Worbis mit seinem Wolfsrudel weiter. Auch das Grenzlandmuseum, die Luchse im Harz und das Grüne Band sind Stationen der Wildniswoche.

„Kinder haben ein Gefühl dafür, was sich in der Natur tut“, sagt Aramyo. Das soll durch Umweltbildung gefördert und mit Wissen angereichert werden.

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©Richter