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Ferienprogramm für Kinder bei der Heinz-Sielmann-Stiftung

Naturkunde und Unterhaltung Ferienprogramm für Kinder bei der Heinz-Sielmann-Stiftung

Aufgeregte Kinder mit erwartungsvollen Blicken strömten am gestrigen Donnerstag in die Räume des Natur-Erlebniszentrums der Heinz-Sielmann-Stiftung auf Gut Herbigshagen. Auf dem Herbstferienprogramm der Einrichtung stand die Herstellung von Geflechten aus Weidenruten.

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Suchen sich passende Weidenruten aus: Mädchen und Jungen erleben Ferienprogramm auf Gut Herbigshagen.

Quelle: Thiele

Ihr Arbeitsmaterial hatten sich die Kinder zuvor selbst besorgt, indem sie beim jährlichen Pflegeschnitt der Kopfweiden selbst Hand anlegten. „Bevor ihr losgelaufen seid, habt ihr immer erst die Scheren wieder geschlossen, damit sich niemand verletzen kann. Ihr habt das super gemacht, mit sehr viel Verantwortung“, lobte der Leiter des Bastelns, Romulo Aramayo, während die Kinder sich an einer kleinen Stärkung erfrischten.

Nach kurzer Einweisung ging die Arbeit dann auch schon los: Mit der Hilfe von Lisa Pöser (sie absolviert ein Freiwilliges Ökologisches Jahr) und Moritz Krämer (Zivildienstleistender) suchten sich Kinder Weidenruten aus, streiften deren Blätter ab und begannen zu basteln. Als Vorgabe hatte Aramayo zuvor einen Hut und ein Zweigbündel angefertigt. „Das Bündel hängt man im Garten auf, damit es Insekten als Rückzugs- und Schutzort nutzen können“, erklärte der Mitarbeiter der Vereinigung „Umwelt/Bildung“. Dass die Kinder auch eigene Ideen entwickelten, zeigte die achtjährige Emily: „Ich habe mir überlegt, dass ich mir ein Armband bastele. Eines aus Weide hat sonst bestimmt niemand.“

Auch Luca, der gerade Urlaub bei seinem Onkel in Duderstadt macht, war voller Ideen. „Meinen gebastelten Asterixhut setze ich dieses Jahr vielleicht auch zu Halloween auf“, erzählte der Zehnjährige. „Es macht so viel Spaß, ich hätte nie gedacht, dass man so viel mit Weide anstellen kann.“

Ebenso begeistert war Lea, die zu ihrem siebten Geburtstag ihre Gäste zum Weidenschneiden einlud: „Ich bastele mir gerade eine Geburtstagskrone. Ich hätte mir wirklich keinen schöneren Geburtstag wünschen können.“
Normalerweise würden die Weiden meist auf einen großen Haufen gelegt, so dass dieser als Igel-Versteck dienen oder damit der Zaunkönig ihn als Brutplatz nutzen kann, erläuterte Aramayo, der Biologe ist. „Dieses Jahr aber wollten wir den Kindern einfach nur eine Freude bereiten.“

Von Charleen Cziesla

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