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Festakt zu 25 Jahren Jugendgästehaus Duderstadt

Erfolgseinrichtung Festakt zu 25 Jahren Jugendgästehaus Duderstadt

Mit einem Festakt ist am Sonnabend das 25-jährige Bestehen des Jugendgästehauses gefeiert worden. Pädagogischer Leiter Michael Simmert begrüßte unter den Gästen zwei Männer, die vor einem Vierteljahrhundert maßgeblich dazu beigetragen hatten, die Einrichtung ins Eichsfeld zu bekommen.

Duderstadt. Statt, wie bei Jubiläumsveranstaltungen üblich, einen Blick in die Geschichte zu werfen, eröffnete Simmert den Abend mit einer Neuigkeit: Frank Winkler, der ebenfalls zu den Gästen im Jugendgästehaus zählte, war frisch ins Amt des Landesvorsitzenden der Deutschen Jugend in Europa (DJO) gewählt worden.

Als Tagungsort, Bildungseinrichtung und um Jugendlichen Platz für Freizeitaktivitäten zu bieten, initiierte die ehemalige Deutsche Jugend des Ostens vor einem Vierteljahrhundert das Jugendgästehaus in Duderstadt. „Die Jugend liebt heutzutage den Luxus“, zitierte Simmert Sokrates und zählte all die flegelhaften Verhaltensweisen der „Jugend von heute auf“. Übermut, Respektlosigkeit und Arbeitsscheue seien vor 2000 Jahren für die ältere Generation ebenso ein Problem gewesen wie vor 25 Jahren. „Das Jugendgästehaus bot Lösungen“, erklärte Simmert.

Rund 500000 Übernachtungen habe es seit der Eröffnung des Hauses gegeben, darunter viele im Zusammenhang mit Tagungen und Kongressen, Fortbildungen und Freizeitangeboten. Menschen aller Generationen, verschiedener Herkunftsländer und mit und ohne Handicap träfen in dem Haus am Adenauerring zusammen. Dies sei im Sinne des Mottos „öffnen, verstehen und verbinden“.

Dabei sei das heute etablierte Jugendgästehaus aus einer Verlegenheit heraus und als echtes Wagnis entstanden, berichtete Landtagsabgeordneter Lothar Koch (CDU), der zum Zeitpunkt der Planungen der Einrichtung Bürgermeister in Duderstadt war. Der heutige Amtsinhaber – vor 25 Jahren Stadtdirektor – Wolfgang Nolte (CDU) erinnerte daran, dass das Europa- und Deutschlandpolitische Bildungsinstitut in Kombination mit einer in die Jahre gekommenen Jugendherberge den Weg geebnet hätten für das Jugendgästehaus.

Großen Anteil am Gelingen des Projekts habe die damalige Ministerin und spätere Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) gehabt. Sie habe durchgeboxt, eine 56-prozentige Förderung des Bundes für das Zehn-Millionen-Mark-Projekt zu erhalten und zudem Landesmittel. Zunächst habe sich Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) zwar nicht daran erinnern wollen, bekommen habe das Projekt die Förderungen allerdings doch. Auch der Landkreis habe die Entscheidung des Rates der Stadt Duderstadt unterstützt.

„In der Planung war es ein Haus auf der innerdeutschen Grenze. Heute ist es in der Mitte Deutschlands“, sagte Nolte und prophezeite: „In 25 Jahren treffen wir uns am Weltkulturerbe Grünes Band.“

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