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Tiftlingeröder " Energiequelle" des Dorfes

Ortsjubiläum Tiftlingeröder " Energiequelle" des Dorfes

"875 Jahre Tiftlingerode, wahrlich ein guter Anlass, in die Vergangenheit zu schauen", hat Ortsbürgermeister Gerd Goebel (CDU) die Gäste zum Festakt anlässlich des Ortsjubiläums im Festzelt erklärt. Als Festredner begrüßte er den Präsidenten des Niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann.

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Vollbesetztes Festzelt.

Quelle: RF

Tiftlingerode. Busemann, den Goebel auch als Schirmherren der Veranstaltung gewonnen hatte, verglich seine Heimat das Emsland mit dem Eichsfeld: "Beide Landstriche galten jahrhundertelang als zurückgebliebene Armenhäuser." Und beide hätten in den vergangenen Jahrzehnten durch klug gesetzte politische Rahmenbedingungen einen ungewöhnlichen Aufschwung erlebt. Dabei meine er für das Eichsfeld Verkehrsprojekte wie den Ausbau der Bundesstraße 247 und die damit verbundene bessere Anbindung an Göttingen und die Autobahn 38.

Trotz des Protests machten diese Maßnahmen die ganze Region attraktiver. Allerdings sei im Zeitalter der Digitalisierung zu Straßennetz, Bahn und Wasser eine weitere Infrastruktur getreten, die inzwischen fast genauso wichtig sei: schnelle Internetverbindungen. Mit der Aussage "Funklöcher sind schlimmer als Schlaglöcher" könne man die Bedeutung des digitalen Netzes zusammenfassen.

Doch noch wichtiger als eine gute Infrastruktur sei die Haltung der Menschen: "Wir Emsländer und Eichsfelder haben gemeinsam, dass wir im Zweifel selbst entscheiden, was für uns gut und richtig ist." Auch Goebel bezeichnete die Verbundenheit, die Einsatzbereitschaft und die Liebe der Tiftlingeröder mit, für und zu ihrer Heimat als das größte Kapital, "die Energiequelle unseres Dorfes".

Richtige Entscheidung

Busemann erinnerte an einen Besuch vor zehn Jahren in Tiftlingerode. "Damals ging es auch um den Erhalt der St.-Nikolaus-Schule. Heute sehen wir, wie richtig die Entscheidung für die Fortführung des Schulstandortes war." Doch der Landtagspräsident ging noch weiter zurück in der Geschichte und erzählte, was vor 875 Jahren, "als Tiftlingerode ins Licht der Geschichte trat". Allerdings sei der Ort an jenem 8. November 1141 nicht gegründet worden. "Damals schenkte Graf Siegfried IV. Von Boynevirg aus dem Geschlecht der Northeimer dem Benediktinerkloster in Northeim Besitzungen in der Goldenen Mark Duderstadt, zu denen auch der Ort Theodolwingerothe zählte", so Busemann.

Bürgermeister Nolte als Jubiläumskönig

Zum Abschluss seiner Festrede betonte Busemann die Bedeutung des Ehrenamts: "Wenn es nicht so viele Ehrenamtliche gäbe, könnten wir die Gesellschaft, wie wir sie kennen vergessen." In diesem Rahmen ehrten Ortsbürgermeister Goebel und sein Stellvertreter Markus Pötzl (CDU) Regina Gehrt, die unter anderem 25 Jahre im Ortsrat tätig war. Brigitte Stange für ihre mehr als 30-jährige Tätigkeit beim VfB Tiftlingerode geehrt. Ausgezeichnet wurden auch die Ortsjubiläumsschützenkönige. Bei den Damen siegte die 18-jährige Alina Nolte, bei den Herren Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Darüber hinaus wurde ein Film gezeigt, den die Duderstädter Tageblatt-Redaktionsleiterin Nadine Eckermann über den Ort und seine Einwohner zusammengestellt hatte. Im Anschluss an den Festakt ging es zünftig weiter - mit einem bayerischen Abend mit der Band "Dirndl samma".

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Heiko Förster freut sich mit seinem Sohn (li.) über den Hauptgewinn, den ihm „Glücksfee“ Willi Klingebiel (re.) gezogen hat.Foto: RF

Der Sonntag des Tiftlingeröder Festwochenendes hat mit einem Gottesdienst mit 300 Teilnehmern im Festzelt begonnen. Höhepunkte des Tages waren die Ziehung der Tombolapreise und der Auftritt von Tony Marshall.

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©Richter