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Feuerwehrübung bei Ottobock in Duderstadt

Simulierter Flashover Feuerwehrübung bei Ottobock in Duderstadt

„Im Ernstfall zählt jede Sekunde“, erklärt Karl-Heinz Thiele, Geschäftsführer der Otto Bock Schaumstoffwerke.

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Um für den Notfall gerüstet zu sein, simuliert die Feuerwehr einen Einsatz auf dem Gelände der Firma Ottobock.

Quelle: EF

Duderstadt. Mit einer Katastrophenschutzübung am Freitag Mittag stellte Ottobock die nahtlosen Abläufe innerhalb der Informations- und Rettungskette im Falle eines brennenden Schaumstoffblocks sicher. Grundlage für das Szenario bilden der interne betriebliche Alarm- und Gefahrenabwehrplan (BAGAP) und der externe Notfallplan, den der Landkreis Göttingen als zuständige Katastrophenschutzbehörde für den Chemiebetrieb erstellt hat.

Toluylendisocyanat ist ein wichtiger Werkstoff in der Kunststofffertigung. Ottobock lagert davon mehr als hundert Tonnen in Chemikalien-Tanks in der Brandenburger Straße in Duderstadt. Wesentliches Gefahrenpotential bergen Lecks bei der Warenannahme und die Bildung von Rauchgaswolken im Brandfall.

Damit ist das Unternehmen als Industriebetrieb eingestuft, für dessen Gefahrenabwehr der Landkreis verantwortlich ist. Als der Notfall gegen 13.15 Uhr ausgelöst wurde, setzte im Werk eine klar definierte Meldekette ein. Nachdem das betroffene Regal in eine Sicherheitsposition gefahren wurde, heulten die Sirenen, um Werkfeuerwehr und Feuerwehr Duderstadt zu alarmieren. Simuliert wurde ein Flashover mit Blockdurchzündung, dem Auslösen der Sprühflutanlage und starker Rauchbildung. Nachalarmiert wurden weitere Feuerwehren, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk sowie Behörden und öffentliche Einrichtungen.

Ottobock Schaumstoff hat mehr als 60 Jahre Erfahrung im Umgang mit ihren Chemikalien und den entsprechenden Anlagen. „Zum Glück kam es bislang nie zu einem größeren Störfall, ein Restrisiko ist trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen nicht auszuschließen. Deshalb setzen wir regelmäßige Übungen an, um für den Notfall gerüstet zu sein“, sagt Thiele.

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©Richter