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Fichtenschonung abgeholzt

Eigentümer wehrt sich gegen Vorwürfe Fichtenschonung abgeholzt

Die Fichtenschonung oberhalb des Felsenkellers gegenüber der HGN-Kunsthalle ist abgeholzt worden. Vorwürfe einzelner Bürger, der Kahlschlag sei nicht rechtmäßig gewesen, haben sich nicht bestätigt.

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Hat zu Beschwerden und zu einem Einsatz der Polizei geführt: Kahlschlag oberhalb des Felsenkellers in Duderstadt.

Quelle: Mahnkopf

Duderstadt. Keine Genehmigung, Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz, illegal entsorgtes Wurzelmaterial: Die Anschuldigungen gegen Grundstückseigentümer Volkmar Sommerfeld wegen des Fällens mehrerer Hundert Fichten laufen ins Leere. Das bestätigt sowohl die Polizei, die von Anwohnern eingeschaltet worden war, als auch die Duderstädter Stadtverwaltung. Die 20 mal 180 Meter große Schonung, die Sommerfeld vom Vorbesitzer übernommen hatte, war von Borkenkäfern befallen, die Standsicherheit der Bäume nicht mehr gewährleistet. Einige waren bereits abgeknickt, andere drohten auf Nachbargrundstücke zu fallen. Deshalb hat Sommerfeld die Abholzung bei der Stadt beantragt und aufgrund des Schädlingsbefalls auch genehmigt bekommen. Die mit einem Harvester gerodeten Bäume sollen als Industrie- und Nutzholz Verwendung finden, als Abgrenzung zum Wohnbaugebiet unterhalb des Areals ein 20 Meter breiter Pflanzstreifen mit heimischen Laubbäumen und Sträuchern nachgepflanzt werden.

„Die Fläche ist im Bebauungsplan Felsenkeller als Pflanzfläche festgesetzt“, sagt Bauamtsleiter Johannes Böning: „Mit einem Befreiungsantrag durfte sie abgeholzt werden, muss aber in einem mit der Stadt abgestimmten Grünordnungsplan wieder aufgeforstet werden.“ Auch im Bauamt habe es wegen des Vorgangs mehrere Anrufe gegeben. Grundsätzlich sind Rückschnitte in der Natur ab Anfang März nicht mehr erlaubt, in diesem Fall konnte die Frist aber wegen des Schädlingsbefalls überschritten werden. Die Wurzeln, die angeblich in einer Schlucht bei Ecklingerode entsorgt worden seien, seien noch gar nicht gerodet, sagt Sommerfeld. Das werde noch sachgerecht durch eine Fachfirma erfolgen. Auch Gerüchten einer Bauvoranfrage tritt Sommerfeld entgegen. Es sei zumindest kurz- bis mittelfristig nicht geplant, das Grundstück oberhalb des neuen Pflanzstreifens zu bebauen.ku

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