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„Flickenteppich vermeiden“

Konzessionen für Versorgungsnetze „Flickenteppich vermeiden“

Mit neuen Konzessionsverträgen für das Strom- und Gasnetz befassen sich zurzeit die Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Gieboldehausen. Die Verträge mit Eon (Strom) und Harz-Energie (Erdgas) laufen nach 20 Jahren Ende 2011 aus.

Bei den Konzessionsverträgen geht es nicht um den Vertrieb von Strom und Gas, sondern den Energietransport über die Versorgungsnetze.

Wie auch andere Gemeinden verschickt der Flecken Gieboldehausen jetzt Ausschreibungsunterlagen an die Energieversorger Eon, Harz-Energie, Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) und Braunschweig Energy. Diese vier Bewerber hatten sich auf die öffentliche Ausschreibung im Bundesanzeiger gemeldet. Mit den Ausschreibungsunterlagen erhalten sie einen von der Samtgemeinde ausgearbeiteten Kriterienkatalog, um sich bis Ende April bei den Gemeinden bewerben zu können.

„Dann entscheiden die Gemeinderäte“, sagt Gieboldehausens Bürgermeister Norbert Leineweber (CDU). Die Gemeinden seien zwar federführend. Es werde aber eine einheitliche Lösung im Bereich der Samtgemeinde angestrebt, um einen Flickenteppich zu vermeiden. Die Verträge sollten noch vor den Sommerferien und der Kommunalwahl im September von den alten Gemeinderäten, die seit langem mit der Materie befasst seien, abgeschlossen werden. Für die neuen Verträge, die wieder 20 Jahre gelten, werde eine Sonderkündigungsklausel angestrebt, um flexibler zu sein. Kartellrechtliche Probleme wie beispielsweise in der Stadt Göttingen gebe es in Gieboldehausen nicht, so Leineweber. Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren eröffnet, weil Eon mit einigen Kommunen die Energieeffizienz Aktiv Mitgestalten GmbH (EAM) ins Leben gerufen hat. Diesem von Eon Mitte initiierten kommunalen Netzwerk sei der Flecken anders als die Stadt Göttingen nicht beigetreten.

Mit Blick in die Zukunft betont Leineweber, dass nach der Atomkatastrophe in Japan kein Weg am Ausbau regenerativer Energiequellen auch in der Samtgemeinde vorbeiführe. In diesem Zusammenhang verweist er auch auf die laufende Potenzialanalyse für Windkraft-Standorte.

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