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Flüchtlingsfibel für Helfer im Eichsfeld

Caritas-Projekt Flüchtlingsfibel für Helfer im Eichsfeld

Rund 900 Flüchtlinge leben im Untereichsfeld. Weitere werden kommen, viele werden bleiben. Mit einer „Integrationsfibel“ will die Caritas nun Helfer und Institutionen zusammenbringen, Einblicke in Flüchtlingsgeschichten ermöglichen und vor allem eins: eine Willkommenskultur vermitteln.

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Kooperation für Flüchtlingsfibel: Vertreter der Caritas, des Landkreises und aus den Kommunen Duderstadt, Gieboldehausen und Radolfshausen.

Quelle: Caritas

Duderstadt. Dieses Ziel benennt Ralf Regenhardt, Vorstandsvorsitzender des Caritas-Verbandes, als vorrangiges. Die Hilfsbereitschaft von Privatpersonen, in Initiativen und Vereinen sei ungebrochen groß, sagt er – aber auf Dauer werde weitere Hilfe nötig sein, um Helfer nicht zu überlasten. Um einen schnellen Überblick darüber zu schaffen, wer in der Region welche Angebote macht, wo Spenden angenommen werden und zu welchen Zeiten und wer als Ansprechpartner in welcher Frage dient – dazu hat die Caritas in Kooperation mit Partnern aus Politik und Kirche die Info-Broschüre zusammengestellt. Sie geht am Mittwoch mit dem „Blick“ in 20 000-facher Ausführung in alle Haushalte in Duderstadt, Gieboldehausen und Radolfshausen.

 „Salz, Brot und ein herzliches Willkommen!“ lautet der Titel der „Integrationsfibel“ – und verrät bereits, dass besonders Hilfestellung bei der Integration der Menschen geleistet werden soll, die dauerhaft in der Region leben werden. Um Flüchtlingen in der Region eine Chance geben zu können, sei es notwendig, an einem Strang zu ziehen, sagt Regenhardt. Auf dieser Grundlage sei die Kooperation des Landkreises Göttingen, der Gemeinden Duderstadt, Gieboldehausen und Radolfshausen sowie der Katholischen und Evangelischen Kirche mit der Caritas entstanden.

Einig sei sich das Bündnis auch darüber, dass Ängste und Probleme, die durch den Zuzug von Flüchtlingen entstehen, offen angesprochen und Lösungen entwickelt werden müssten, erklärt Regenhardt. Daher seien Kontaktmöglichkeiten beispielsweise zur aufsuchenden Flüchtlingssozialarbeit der Caritas vermerkt oder auch zu den Zuständigen beim Landkreis Göttingen, die bei Fragen weiterhelfen könnten.

Um die Aktivitäten in der Region zu koordinieren und strukturiert abzustimmen, haben die Bündnispartner für die Region gemeinsam mit dem Landkreis Göttingen eine „AG Flüchtlingshilfe“ gegründet.  In Planung ist zudem im Januar 2016 eine Integrationslotsenschulung für die Region sowie regelmäßige Netzwerktreffen aller in der Flüchtlingshilfe engagierten Akteure. Zudem soll es Anfang des Jahres einen „Dankeschön-abend“ für alle in der Flüchtlingsarbeit Engagierten geben, kündigt Regenhardt an.

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