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Flüchtlingshilfe Thema des Jahres

Forum Eichsfeld Flüchtlingshilfe Thema des Jahres

Das Thema des Jahres 2015 lässt sich im Falle des Caritasverbandes in einem Wort zusammenfassen: Flüchtlingshilfe. Ralf Regenhardt hat sich dieser Herausforderung als Geschäftsführer des Verbandes gestellt - und sieht das Eichsfeld als eine Region, in der die Grundlagen für eine gelingende Willkommenskultur gelegt sind.

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Ralf Regenhardt berichtet über Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Beim Forum Eichsfeld, das Sparkasse Duderstadt und Eichsfelder Tageblatt am Mittwoch in der Kundenhalle der Sparkasse präsentieren, will Regenhardt von seinen Erfahrungen berichten: Haupt- wie ehrenamtliche Helfer seien in den vergangenen Monaten stark gefordert gewesen, blickt Regenhardt zurück. Doch sein Fazit laute noch immer: „Ich bin überwältigt von der Willkommenskultur, die im Eichsfeld gelebt wird.“

Jetzt sei die Gesellschaft gefordert, zur langfristigen Integration beizutragen. Für Deutschland und insbesondere die strukturschwachen, von Überalterung bedrohten Regionen bestehe darin eine Chance. Der Fachkräftemangel könne abgemildert, Schul- und Kita-Schließungen entgegengewirkt werden. Zugleich aber gebe es jede Menge offener Fragen zu beantworten und Probleme zu lösen. „Als erstes müssen wir den Menschen helfen, die Sprachbarriere zu überwinden und eine Orientierungshilfe bieten“, glaubt Regenhardt. Auch dürfe sich die Gesellschaft nicht der Realität verschließen und müsse Vorkommnisse wie in Köln und anderen deutschen Städten in der Silvesternacht untersuchen und Konsequenzen daraus ziehen. „Werte vermitteln bedeutet auch, Gleichberechtigung und Respekt beizubringen.“

Obwohl die Flüchtlingssituation den Wohlfahrtsverband im vergangenen Jahr stark gefordert habe, seien Projekte wie die Vorbereitung einer Tagespflegeeinrichtung in Gieboldehausen nicht außer Acht gelassen worden, berichtet Regenhardt. Dort investiert der Caritasverband rund 500 000 Euro. „Ziel ist es, die Nahversorgung im ländlichen Bereich zu stärken“, erklärt Regenhardt. Schließlich handele es sich um eine der Kernkompetenzen der Caritas, Hilfe vor Ort zu leisten. Dazu gehörten insbesondere Aufgaben, die sich durch den demografischen Wandel ergäben, berichtet Regenhardt. Teilhabe, Mobilitätsfragen und Nachbarschaftshilfen zu organisieren, gehöre ebenso dazu, sich weiter darin zu engagieren, wo 2015 die ersten Erfahrungen in einer neuen Situation gesammelt wurden: in der Flüchtlingshilfe.

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©Richter