Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Flugplatzfest: Knapp 500 Besucher auf Segelfluggelände Aue

Widriges Wetter Flugplatzfest: Knapp 500 Besucher auf Segelfluggelände Aue

Das Wetter hat dem Flugplatzfest des Luftsportvereins Osterode auf dem Segelflugelände Aue bei Hattorf einen Strich durch die Rechnung gemacht. Vereinssprecher Marcel Zoremba schätzt die Besucherzahl am Wochenende auf knapp 500, nur ein Bruchteil der Besuchermenge der Vorjahre. 

Voriger Artikel
Gieboldehausen: Tobias Borchard übernimmt den Niedersachsenhof
Nächster Artikel
32. Bergdörfersingen bildet Rahmen für den 130. Geburtstag des MGV Fuhrbach

Schaustück aus Pioniertagen: Der von Vereinsmitgliedern restaurierte Schulgleiter wird mit Stahlseilen gespannt.

Quelle: KU

Hattorf. Trotz der widrigen Umstände waren aber zumindest einige Flugvorführungen möglich – inklusive Formationskunstflug der Doppeldecker des Acro-Teams Meschede. Bei Rundflügen konnten Besucher Regenschauern auf Augenhöhe begegnen. Am Sonntag mussten die Gastpiloten die wenigen regenfreien Momente für den Heimflug nutzen.

Anders als die Kreismülldeponie ist das unscheinbare Flugplatzgelände mit Tower, Hangar und Werkstattraum kaum ausgeschildert. Das Areal gehört zum Teil dem 1971 als Zusammenschluss der Vereine Bad Lauberberg, Osterode und Herzberg gegründeten Luftsportverein, zum Teil ist es von der Realgemeinde Hattorf gepachtet.

Ein Milan ziert sowohl das Hattorfer Gemeindewappen  als auch das Vereinswappen. Über die rund 120 Mitglieder aus Südniedersachsen hinaus nutzen inzwischen auch Mitglieder des Lübecker Aero-Clubs, der seinen Flugplatz verloren hat, das Gelände bei Hattorf.

Problematisch sei die Nachwuchssuche, sagt Christopher Geile. Der Segelflug sei zwar anders als der Motorflug für die meisten Interessenten erschwinglich, aber ein sehr zeitintensives Hobby, meint der 37-Jährige aus Katlenburg, der seit 1995 Vereinsmitglied ist.Die Ausbildung sei schon ab dem Alter von 14 Jahren möglich, aus Sicherheitsgründen immer ein Fallschirm dabei: „Springen musste hier aber noch keiner.“

Zu den Schaustücken beim Flugplatzfest gehörte ein flugfähiger offener Schulgleiter, den Vereinsmitglieder in einer Scheune entdeckt, aufgebaut und gepflegt haben. Das Holzflugzeug ist eines der ersten Segelflugzeuge, die es in Deutschland gab und wurde mit einem Gummiseil von Hügeln aus in die Luft katapultiert.

Flugmeilenweit davon entfernt sind die kompakten modernen Schulungsflugzeuge aus Kunststoff mit Doppelausstattung wie  ein Fahrschulauto. „Überwiegend wird mit der Winde gestartet, in der Ausbildung sowieso“, erklärt Zoremba. Die Startbahn in der Aue sei zwar schmal, mit 1200 Metern aber länger als so manche Startbahn auf anderen Plätzen.

Der Verein verfügt über sechs Segelflugzeuge und einen Motorsegler, hinzu kommen ein Dutzend Privatflugzeuge. Die Preisspanne für ein Segelflugzeug reiche von wenigen tausend bis zu 300 000 Euro, sagt Zoremba. Die Modernisierung des Flugzeugparks stelle den Verein immer wieder vor Herausforderungen, ergänzt Vorsitzender Hans-Peter Dreier.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter