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Förderverein der Kirchengemeinde in Gerblingerode baut Unterstützung aus

Große Bedeutung Förderverein der Kirchengemeinde in Gerblingerode baut Unterstützung aus

„Wenn die Kirche hier nicht mehr wäre, würde eine ganze Menge an Dorfgemeinschaft und Vereinsleben kaputt gehen“: Dieter Thriene, Vorsitzender des Fördervereins der Kirchengemeinde St. Maria Geburt, macht deutlich, welche Bedeutung deren Räume für das örtliche Leben haben. Der Verein hat sich bislang auf die finanzielle Unterstützung baulicher Maßnahmen konzentriert, kann sich aber auch vorstellen, das Gemeindeleben künftig noch in anderer Form zu fördern.

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Die Kirche in Gerblingerode hat hohe Bedeutung für die örtliche Gemeinschaft.

Quelle: Schauenberg

Gerblingerode. Auslöser für die Gründung war 2010 die Mitteilung des Bistums, dass es neuere Gotteshäuser nicht mehr beim Unterhalt unterstützt, so Thriene. „Da haben wir hier für uns entschieden, ganz schnell einen Förderverein zu gründen, damit wir die notwendigsten Dinge darüber regeln können“, sagt der Vorsitzende rückblickend. Ein Aufruf von Mitgliedern des Pfarrgemeinderats und Kirchenvorstands habe großen Widerhall in der Bevölkerung gefunden, 74 Gründungsmitglieder hätten beim ersten Treffen einen Vorstand gewählt und die Satzung auf den Weg gebracht.

Die Mitgliedschaft knüpft der Verein nicht an Kirchenzugehörigkeit, erläutert Thriene. Einwohner, die aufgrund ihres Alters keinem Verein beitreten möchten, hätten sich dafür entschieden, die Ziele mit Spenden zu unterstützen. Großer Wert werde darauf gelegt, dass der Pfarrsaal und Räume wie die Küche auch Vereinen und anderen Gruppen zur Verfügung stehen, unabhängig davon, wie stark sie kirchlich ausgerichtet sind.

Das erste Projekt, das der Förderverein finanziell unterstützt hat, waren neue Bezüge für die Bestuhlung im Pfarrsaal. „Als die Liedanzeige in der Kirche ausgefallen war, haben wir das komplett übernommen“, nennt Thriene ein weiteres Beispiel.

Die Sanierung des Altarraumes war das dritte große Vorhaben, in das Gelder des Vereins geflossen sind. „Das Muschelkalkmaterial ist weich und brüchig und platzt gerade in den Fugenbereichen immer wieder ab“, sagt der Vorsitzende und ergänzt: „Das musste alles abgeschliffen und neu versiegelt werden.“

Für die ersten drei Maßnahmen hat der Verein rund 7000 Euro ausgegeben. Das jüngste und bislang größte Projekt war die Sanierung des Pfarrsaals, der mit frischer Farbe, einer neuen Akustikdecke und einer neuen Deckenbeleuchtung ausgestattet wurde, zudem sei auch der Fußboden bearbeitet und versiegelt worden. 11000 Euro investierte der Verein in die Arbeiten.

Bislang konzentrierte sich das Engagement auf die Förderung baulicher Maßnahmen. „In Zukunft werden wir auch die kleinen Dinge stärker unterstützen müssen“, betont Thriene vorausschauend. Als Beispiele nennt er Material für Krippenspiele und die Sternsinger.

Die Gerblingeröder Vereine seien bislang aus dem „Topf“ der Gemeinschaft der örtlichen Vereine zufriedengestellt worden. „Es könnte aber sein, dass dieser Topf irgendwann einmal leer ist und dann würden die Anträge vielleicht auch in Richtung des Fördervereins laufen“, so Thriene.

In seiner Funktion als Ortsbürgermeister plädiert er dafür, „alles zu tun, die Kirche hier im Ort zu halten, damit unsere Dorfgemeinschaft noch lange, lange leben kann.“ „Wir haben auch eine gewisse Verantwortung unseren Kindern gegenüber, dass wir soviel wie möglich an Traditionen und Festen weitergeben“, ergänzt Schriftführerin Christiane Nörthemann und betont, dass neue Mitglieder im Förderverein jederzeit gerne gesehen sind.

VON AXEL ARTMANN

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