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„France Mobil“ wirbt für Französisch

Heinz-Sielmann-Realschule „France Mobil“ wirbt für Französisch

Guilhem Arnould ist Lektor am französischen Kulturinstitut und will Schülern die französische Sprache, Lebensweise und Kultur näherbringen.

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Mit Spiel und Spaß werden französische Vokabeln unter der Anleitung von Guilhem Arnould (stehend) geübt.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. Mit dem „France Mobil“ hat er auf seiner Tour durch Niedersachsen Station an der Heinz-Sielmann-Realschule (HSR) gemacht.

„Spanisch ist heute vielerorts ein Konkurrenzfach für Französisch. Wir wollen zeigen, wie vielfältig die französische Sprache und Kultur sind, und Schüler motivieren, Französisch zu lernen“, erklärte Arnould. Schulen können sich beim Kulturinstitut um einen Besuch des „France Mobils“ bewerben. Dieses Angebot nutzten auch Bärbel Goebel und Irmgard Schwedhelm, Französischlehrerinnen an der HSR, und so kam das „France Mobil“ für einen Vormittag nach Duderstadt.

Landeskunde und Jugendkultur

Mit Spielen und Aktionen haben die Schüler der Wahlpflichtkurse Französisch einen ganz anderen Einblick ins Nachbarland bekommen, als das im Unterricht sonst der Fall ist. In Mannschaften wurden spielerisch Vokabeln geübt, in den Gruppen war „Vorsagen“ erlaubt, die Sprache wurde nicht als Lernfach, sondern als Kommunikationsmittel in den Teams benutzt. Einblicke gab es auch in Landeskunde und in die heutige Jugendkultur in Frankreich.

„Das hat Spaß gemacht,w und die Teamarbeit hat gut funktioniert“, so das Resümee von Sechstklässler Lukas. Eine Gruppe Mädchen wollte wissen, was an französischen Schulen anders sei als an deutschen: Die Kinder müssten morgens nicht so früh anfangen, dafür gehe die Schule länger, schilderte Arnould den Schulalltag in seinem Heimatland.

Motivation fördern und Einblicke geben

„An der Realschule ist die zweite Fremdsprache kein Pflichtfach. Die Kinder können aber zum Ende der fünften Klasse Französisch als Wahlpflichtfach ab der sechsten Klasse wählen“, erklärte Goebel. Sie bedauere, dass einige Schüler nach einem Jahr Französischunterricht wieder aufgeben würden. „Es erfordert schon etwas Arbeit, Grammatik und Vokabeln zu lernen, das ist manchen dann zu anstrengend“, stellte Goebel fest. Aber vor allem diejenigen, die schon vor der zehnten Klasse ans Gymnasium wechseln wollten, müssten eine zweite Fremdsprache belegt haben, erklärte die Lehrerin. Um die Motivation zu fördern und Einblicke in das moderne Frankreich zu verschaffen, hat sich die HSR um einen Besuch des „FranceMobils“ beworben. Bereits 2014 war ein Mitarbeiter des französischen Kulturinstituts schon zu Gast, und damit habe man gute Erfahrungen gemacht, bestätigte auch die stellvertretende Schulleiterin Anke Ernst.

Das Programm „FranceMobil“ des französischen Kulturinstituts wird unterstützt vom Deutsch-Französischen Jugendwerk (DFJW) und der Robert-Bosch-Stiftung in Kooperation mit der französischen Botschaft in Deutschland. Letztere verhandelt auch mit den Kultusministerien über die Prioritäten der „France Mobile“ in den jeweiligen Ländern und betreut die Lektoren.

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©Richter