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Frank Dittrich ist neues Gemeindeoberhaupt in Krebeck

Bürgermeister-Wahl mit Hindernissen Frank Dittrich ist neues Gemeindeoberhaupt in Krebeck

Die Gemeinde Krebeck/Renshausen hat einen neuen Bürgermeister: Frank Dittrich. Der parteilose Krebecker, der vor gut drei Jahren auf CDU-Liste in den Rat eingerückt ist, wurde bei einer Enthaltung – und einem ungültigen Stimmzettel – am Mittwochabend zum neuen Gemeindeoberhaupt gewählt.

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„Damit die Gemeinde weiter schwarze Zahlen schreibt“: Dornieden überreicht Dittrich (Mitte) einen Stift, beäugt von Bleckert.

Quelle: IS

Krebeck. Sein seit fast 40 Jahren im Gemeinderat vertretener Vorgänger Josef Rudolph (CDU) war im Dezember wegen Differenzen mit der Fraktion der Grünen zurückgetreten.

Eigentlich hätte die Wahl Dittrichs kurz und schmerzlos über die Bühne im Bürgerhaus gehen können: Der 44-Jährige war der einzige Kandidat, und die Ratsmitglieder hatten sich im Vorfeld auf ihn verständigt. Dann kam aber alles doch ganz anders. Stephan Hörschelmann schlug für die Grünen-Fraktion Dittrich vor, machte nach einer kommunalrechtlichen Anmerkung von Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU) aber einen Rückzieher. Dittrichs Sitz als Bürgermeister im Verwaltungsaussschuss wäre nämlich der Fraktion angerechnet worden, die ihn vorgeschlagen hat. Damit hätte sich aufgrund der Mehrheitsverhältnisse Knöchelmann als Vertreter der Grünen selbst aus dem dreiköpfigen Gremium herauskatapultiert. Als dann der stellvertretende Bürgermeister Manfred Bleckert (CDU), der seit Dezember die Gemeinde kommissarisch geleitet hat, Dittrich vorschlagen wollte, wurde er von Rudolph ausgebremst: „Wir hatten uns in der CDU geeinigt, Dittrich zu unterstützen, aber nicht vorzuschlagen.“

Um die Bürgermeister-Wahl nicht platzen zu lassen, wurde die Sitzung unterbrochen. Nach kurzer Beratung verständigte sich die CDU-Fraktion dann doch darauf, Dittrich vorzuschlagen. Rudolph beantragte geheime Abstimmung, Dornieden verteilte Wahlzettel an die neun anwesenden Mandatsträger des elfköpfigen Gemeinderats. Dittrichs Wahl ohne Gegenstimme wurde von den 20 Zuhörern mit Applaus bedacht.

Der Rat müsse sich sammeln und neu finden, sagte der neue Bürgermeister, der sich vor der Sitzung noch optimistisch zur künftigen Ratsarbeit geäußert und seinen guten Draht zu beiden Fraktionen betont hatte. Dass die Konflikte der Vergangenheit weiter gären, zeigte sich aber nicht nur bei der Wahl. Im Zusammenhang mit Rudolphs Rücktritt gab es noch einmal einen Schlagabtausch zwischen dem Ex-Bürgermeister und Knöchelmann, Dittrich wies Vorwürfe Rudolphs zu seinem Abstimmungsverhalten zurück. Rudolph bedauerte, dass es ihm nicht geglückt sei, Ruhe und Frieden in den Rat zu bringen, sicherte Dittrich aber seine Unterstützung zu.

Der Erhalt von Grundversorgung und Infrastruktur, die Sanierung maroder Ortsstraßen und Renovierungsarbeiten am Bürgerhaus nannte der gebürtige Krebecker Dittrich, der bei der Berufsfeuerwehr Göttingen arbeitet, als Ziele für seinen Heimatort. „Ich will mir Krebeck nicht ohne Schule, Kindergarten und Kirche vorstellen“, betonte der verheiratete Vater von drei Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren.

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