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Frauen beten für die Philippinen

Weltgebetstags Frauen beten für die Philippinen

„Was ist denn fair?“ Diese Frage steht im Mittelpunkt des Weltgebetstags der Frauen. Schwerpunktland sind in diesem Jahr die Philippinen. Zwei Veranstaltungen in Duderstadt bereiten auf den Tag vor.

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Weltgebetstag für die Philippinen: Gläubige Katholiken tragen beim Gedenktag für Jesus Christus in Manila Figuren des Jesus-Kindes.

Quelle: DPA

Duderstadt. Termine sind für Freitag, 27. Januar, 17 bis 21 Uhr im Ursulinenkloster, Neutorstraße 9, und Donnerstag, 2. Februar, um 19.30 Uhr im Pfarrheim von St. Cyriakus, Bei der Oberkirche, vorgesehen. „Der gesetzliche Schutz der Frauen in dem südostasiatischen Staat ist fortschrittlich, allerdings werden die Gesetze im Alltag oft nicht durchgesetzt“, berichtet Bea Michels, die Frauenseelsorgerin des Dekanats. Sie richtet mit Sabina Mitschke die Veranstaltung im Kloster aus. Unfair sei auch, dass Frauen zwar die Haushaltskasse führten, in Wirtschaft und Politik aber diskriminiert würden. Wie Sklavinnen lebten philippinische Hausmädchen im Ausland.

„Auch in der von Männern dominierten Kirche werden die Frauen benachteiligt“, sagt Michels. Vier Fünftel der 100 Millionen Filipinos seien katholisch, zehn Prozent protestantisch, fünf Prozent muslimisch. Der hohe Katholiken-Anteil in der ehemals spanischen Kolonie hat Anke Ernst überrascht, die zusammen mit Pastorin Christina Abel zu den Organisatorinnen der Veranstaltung in St. Cyriakus gehört. Ernst berichtet von den starken Kontrasten auf den mehr als 7000 Inseln des Pazifikstaates: Auf der einen Seite gebe es herrliche Urwälder, Riffe und Reisterrassen, auf der anderen verheerende Vulkanausbrüche und Taifune. Während die Reichen in luxuriösen Shopping-Malls einkauften, müssten bitterarme Slumbewohner oft ohne Strom und fließendes Wasser auskommen. Seit Dezember lese der ökumenische Vorbereitungskreis in dem 200 Seiten starken Begleitbuch. „Wir wollen uns vor allem mit dem Thema Reis, dem wichtigsten Nahrungsmittel der Filipinos, beschäftigen“, sagt sie. Es gebe meditative Texte dazu. In ihnen symbolisiere Reis die „Früchte des heiligen Geistes“, die Gerechtigkeit wachsen ließen.

Ernst will für die Teilnehmer des Treffens in St. Cyriakus philippinischen Reiskuchen, Biko, zubereiten. Michels verspricht einen Obstsalat. Im Kloster übt Mitschke mit den Frauen die Lieder ein.

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