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Frauen frühstücken im Bürgersaal

Duderstadt Frauen frühstücken im Bürgersaal

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Duderstadt, Evelyn Stellhorn, richtet am Internationalen Frauentag in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund ein Frauenfrühstück aus. Beginn: Dienstag, 8. März, um 9 Uhr im Bürgersaal des Rathauses. Der DGB-Aufruf hat das Motto „Heute für morgen Zeichen setzen“.

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Evelyn Stellhorn

Quelle: OT/Archiv

Duderstadt. Darin weist die Interessenvertretung darauf hin, dass Frauen hierzulande immer häufiger erwerbstätig seien. Fast jede zweite arbeite oft ihr ganzes Erwerbsleben lang in Teilzeit. Damit sei Deutschland im europäischen Vergleich Spitzenreiter und werde es wohl auch bleiben. Während Männer weiterhin überwiegend Vollzeit arbeiteten, steige der Anteil an erwerbstätigen Frauen in Teilzeit. Der DGB erinnert daran, dass es meistens die Frau sei, die zusätzlich zur Arbeit für Kind und Haushalt sorge. Dies sei für viele nur mit einem Teilzeit- oder Minijob möglich, vor allem Teilzeit mit wenigen Arbeitsstunden sei mit Nachteilen verbunden: beim Einkommen, bei der Karriere und sozialen Sicherung.

Der DGB berichtet von einem ungebrochenen Trend bei den Wunscharbeitszeiten von Unter- und Überbeschäftigten: Vor allem Frauen in geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und in Teilzeit möchten ihre Arbeitszeit gerne ausweiten, immer mehr Männer ihre Stundenzahl reduzieren, heißt es in dem Aufruf. Aber starre Arbeitszeitregelungen und Präsenzkultur würden es Frauen und Männern unmöglich machen, Erwerbstätigkeit, Hausarbeit und Familienpflichten miteinander zu vereinbaren. Sie hätten keine Chance, über Dauer, Lage und Takt ihrer Arbeitszeiten mitzubestimmen.

Für eine geschlechtergerechte Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben brauchten alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Arbeitszeitsouveränität. Ohne einen gesetzlichen Rahmen lasse sich dies nicht verwirklichen.

Deswegen würden Gewerkschaften am Internationalen Frauentag ein Zeichen setzen und fordern, das im Teilzeit- und Befristungsgesetz enthaltene Recht auf Teilzeit auf alle Beschäftigten auszuweiten. Unabhängig davon, wie groß der Betrieb sei, indem sie arbeiten. Eine weitere Forderung sei ein Recht auf befristete Teilzeit. „Damit Beschäftigte ihre Arbeitszeit nach Bedarf auch wieder aufstocken können und auch Männer sich trauen, in bestimmten Lebensphasen ihre Arbeitszeit zu reduzieren“, so der Appell. Gefordert werde ebenso ein Recht, aus der Teilzeit wieder zurückkehren zu können.

Frauen im DGB machten sich stark für eine geschlechtergerechte Verteilung der Arbeitszeit und eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen über alle Lebensphasen hinweg. „Deshalb lasst uns gemeinsam heute für morgen Zeichen setzen“, endet der Aufruf. Die Veranstalter des Frauenfrühstücks bitten um verbindliche Anmeldung unter Telefon 05527/8410 bis spätestens Freitag, 4. März.

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