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Freibädern schwimmen die Badegäste davon

Maue Sommer vermiesen Bilanzen Freibädern schwimmen die Badegäste davon

Auch wenn es im langjährigen Mittel wärmer wird: Die Freibäder haben bislang nicht vom Klimawandel profitiert. 2009 war kein gutes Jahr für das Duderstädter Freibad.

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Viele Tage waren zu verregnet oder zu kühl: Die Besucherzahlen im Duderstädter Freibad lassen zu wünschen übrig.

Quelle: OT

Und in diesem Jahr ist es nicht besser gelaufen. Am heutigen Freitag ist das Freibad in der August-Werner-Allee zum letzten Mal in dieser Saison geöffnet, am Sonnabend nimmt dann das Duderstädter Hallenbad, Auf der Klappe, den Betrieb auf – bei unveränderten Eintrittspreisen.

Vor einigen Jahren lag die jährliche Besucherzahl im Freibad noch zwischen durchschnittlich 65 000 bis 70 000 Badegästen. Nur rund 50 000 Besucher wurden im vergangenen Jahr im Duderstädter Freibad gezählt. Etwa die gleiche Zahl werde auch in diesem Jahr erreicht, teilt Günter Leineweber mit. Der kaufmännische Leiter der Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe (EWB) ist für das von der EWB-Tochter EBB (Eichsfelder Blockheizkraftwerk- und Bädergesellschaft) betriebene Freibad und Hallenbad zuständig. Die belasten das Unternehmen Jahr für Jahr mit einem Defizit von mehreren hunderttausend Euro. Zum Modernisierungsstau und zum Rückgang der Badegäste kommt noch hinzu, dass zwei frostreiche Winter den Instandsetzungsbedarf noch oben getrieben haben.

Jeweils nur einem Monat ist es zu verdanken, dass die beiden jüngsten Jahresstatistiken nicht noch schlechter ausgefallen sind: 2009 hat der heiße August die dahin mauen Besucherzahlen noch oben getrieben, in diesem Jahr hat der sonnige Juli die trübe Bilanz aufgehellt, während im kalten Frühjahr und im verregneten Spätsommer ab Anfang August Flaute herrschte. So wurden allein im Juli knapp 24 000 Badegäste registriert, der 10. Juli bescherte dem Freibad mit 1800 Gästen die höchste Tagesfrequenz.

Nach dem Rekordjahr 2003 mit 84146 Badegästen ging es im Duderstädter Freibad kontinuierlich bergab. 53 000 bis 60 000 Besucher wurden in den Jahren 2004 bis 2006 sowie 2008 verzeichnet, 2007 mit 39 000 Besuchern ein vorläufiger Tiefpunkt erreicht.

„Die hohen Zahlen vergangener Jahre erreichen wir schon lange nicht mehr“, bedauert Leineweber. Das liege nicht nur am Wetterverlauf, sondern hänge auch von den Ferienzeiten, den vielfältigen Freizeitalternativen sowie der Konkurrenz der immer zahlreicher gewordenen Spaß- und Erlebnisbäder zusammen, mutmaßt er.

Nach wie vor mit seiner Naturkulisse punkten kann das gemeindeeigene Freibad im Seeburger See, das seit 5. September geschlossen hat. Auch hier haben das kalte Frühjahr und der verregnete Spätsommer das Ergebnis gedrückt, während im Juli an einigen Tagen bis zu 1000 Menschen die Liegewiese am See bevölkerten. „Wir hatten wie im Vorjahr rund 20 000 Besucher in dieser Saison“, teilt Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU) mit. Dank vieler Familien-Jahreskarten sei der Umsatz stabil geblieben.

In Duderstadt werden die großen Becken auch im Winter nicht abgelassen und die Leitungen mit Frostschutzmittel gefüllt, am Seeburger See kommt die Kettensäge zum Einsatz gegen Schattenspender. Im Freizeitgelände werde aus Gründen der Verkehrssicherheit die im Frühjahr begonnene Auslichtungsaktion fortgesetzt, sagt Finke. Die Bäume würden von einer Fachfirma auf Standsicherheit untersucht. Neben dem weiteren Rückschnitt von Weiden und Pappeln stehe jetzt schon fest, dass eine Kopfweide beseitigt werden müsse.

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Den beiden Duderstädter Bädern steht das Wasser bis zum Hals. Das Wetter spielt nicht mit, die Besucherzahlen lassen zu wünschen übrig, die Betriebskosten steigen.

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