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Freiwillige nähen Mützen für die Duderstädter Lebenshilfe

Handwerklich bewundernswert Freiwillige nähen Mützen für die Duderstädter Lebenshilfe

Der Ferrari unter den Nähmaschinen kostet gerade mal so viel wie ein Kleinwagen. So gesehen ist es ein echtes Schnäppchen, das im Geschäft von Schneidermeisterin Annika Domhöver auf dem Tisch steht. Die Inhaberin von „An Do – Stoffe und mehr“ besitzt aber längst nicht nur eine Nähmaschine.

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Hilft ihrem ehrenamtlichen Nähteam wo sie kann: Annika Domhöver (links).

Quelle: Richter

Duderstadt. An einem Sonnabend sind all ihre Maschinen von Frauen besetzt, die zugeschnittene Stoffteile zu Mützen nähen.

Die sollen dann ab Mitte November in mehreren Geschäften verkauft werden. Der Erlös geht an die Duderstädter Lebenshilfe.

Ungefähr 60 Mützen und Loops möchte Domhöver mit Hilfe von Freiwilligen herstellen, den dafür benötigten Stoff hat die Sparkasse finanziert. Der Andrang an Nähwilligen ist groß an diesem Tag. Auch Kerstin Hellmold möchte helfen: „Ich bin hier, weil ich für den guten Zweck nähen möchte“, erzählt sie, während sie eine Naht kontrolliert.

Es sieht einfach aus, was sie da macht: Faden einfädeln, Stoff ein paar Mal unter der Nadel durchziehen, fertig. Fertig? Leider nicht. Wer das erste Mal an einer Nähmaschine sitzt, merkt schnell, was bei 1050 Stichen pro Minute alles schief gehen kann.

„Männer und Multitasking“

Der Stoff kann sich verziehen, rollt sich auf oder liegt nicht genau übereinander. Das Pedal, mit dem die Stichgeschwindigkeit stufenlos geregelt wird, hat einen noch empfindlicheren Druckpunkt als eine Traktorkupplung – absaufen kann eine Nähmaschine übrigens auch. In jedem Fall erfordert es viel Übung, eine konstante Geschwindigkeit zu erzeugen.

Außerdem zittern die Hände, bevor man verstanden hat, dass die eigenen Finger doch nicht zwischen Nadel und Nähfuß passen. Das hochauflösende Display versorgt einen bei all dem mit Informationen, die man nicht versteht. Was bitte ist ein Überwendlingstich?

„Männer und Multitasking“, sagt Domhöver trocken, während sie eine stümperhafte Naht begutachtet, die sie wenige Sekunden später abschneidet. Naja. Glücklicherweise ist der Rest ihres ehrenamtlichen Nähteams besser qualifiziert und macht in etwa 30 Minuten aus ein paar Stoffstücken eine schicke Mütze. Sogar noch mit kleinen Füchsen drauf. Kein Design für Herren, aber handwerklich in jedem Fall bewundernswert.

Die Loops und Mützen für den guten Zweck sind ab Mitte November in folgenden Duderstädter Geschäften zu haben: Buchhandlung Seseke, Foto Osburg, Eisen Krone, Turm-Aotheke, Brillen Heinze, Buchhandlung Mecke, Spielwaren Schmalstieg und natürlich in der Schneiderei An Do.

Von Jonas Rohde

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