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Freiwilliges Soziales Jahr für ältere Generation

Zertifikat für ehrenamtliches Engagement Freiwilliges Soziales Jahr für ältere Generation

Als erstes Bundesland hat Niedersachsen das Freiwillige Soziale Jahr für Senioren (FJS) eingeführt. Auch in Duderstadt wird es seit dem Jahr 2008 angeboten. „Besonders sind Senioren angesprochen, für die nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben Ruhestand nicht der richtige Begriff ist“, schildert die Duderstädter Sozialpädagogin Sabina Mitschke den „Unruhestand“ vieler älterer Menschen.

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Senioren helfen: Im Freiwilligen Sozialen Jahr engagieren sich ältere Menschen in den verschiedensten Bereichen.

Quelle: Gentsch

Das Angebot für Senioren reicht über sozialpflegerische Einrichtungen, Kirchengemeinden und Verbände bis hin zu Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Allgemeine Erwartungen an die Senioren, die am FSJ teilnehmen möchten, variieren je nach Tätigkeitsfeld. Mitgebracht werden sollten Eigenschaften wie Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Motivation. „Auch die Senioren haben davon einen Nutzen“, erklärt Mitschke. „Sie erleben Lebensfreude, Spaß und Zufriedenheit und lernen neue Menschen kennen. Zudem fördern sie den Dialog der Generationen“, so die Eichsfelderin weiter.

Teilnehmende Senioren engagieren sich in einem mittel- bis längerfristigen Zeitraum (sechs bis zwölf Monate), etwa acht Stunden pro Woche. Dieser wird je nach Interessen und bestehenden Angeboten festgelegt. „In Duderstadt werden momentan sieben Aufgabenbereiche angeboten, darunter beispielsweise Tätigkeiten im Tierheim oder in Kindergärten“, berichtet Mitschke. Zur Zeit absolvieren acht Senioren ein FSJ, eine eingeschränkte Teilnehmerzahl gebe es nicht.

Senioren können ihr Engagement nach Ablauf des Zeitraumes fortführen. Mitschke: „Uns geht es besonders darum, dass es zu einer erneuten bewussten Entscheidung kommt und es verhindert wird, dass sich ein Automatismus mit Tendenz zum Unendlichkeitsjob einschleicht.“ Ebenso könne die Vereinbarung aber auch früher als abgesprochen wieder aufgelöst werden. „Zuvor suchen wir aber das Gespräch, um zu sehen, wo die Probleme liegen, und ob es die Möglichkeit gibt, diese zu beheben.“

Als Zertifikat und Auszeichnung für die ehrenamtliche Mitarbeit kann den teilnehmenden Senioren der landesweite Kompetenznachweis „Engagiert in Niedersachsen“ am Ende des FSJ verliehen werden. „Ich halte das Modell für sehr gut und bin überzeugt, dass es weiter funktionieren wird“, unterstreicht Mitschke. Für viele ältere Leute sei es vor allem wichtig, zu spüren, dass sie in der Gesellschaft gebraucht werden. Mitschke: „Und das werden sie beim FSJ.“
Interessierte Senioren können sich an Sabina Mitschke vom Seniorenservicebüro im Landkreis Göttingen wenden (Telefon 0 55 27 / 9 96 86 10).

Von Charleen Cziesla

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