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Friedensesche in Wollbrandshausen wird zum Pflegefall

Vergreister Baum ist kein Naturdenkmal mehr / Friedensesche in Wollbrandshausen wird zum Pflegefall

Sie steht seit 143 Jahren, ist einer der prägnantesten Bäume im Eichsfeld, inzwischen aber ein gerontologischer Pflegefall: Die Friedensesche am Wollbrandshäuser Ortseingang aus Richtung Seeburg ist so vergreist und voller Totholz, dass sie zum Risiko geworden ist.

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Soll überprüft werden: Der die Kreisstraße überragende Starkast.

Quelle: Richter

Wollbrandshausen. Insbesondere der imposante Starkast, der die Kreisstraße malerisch überragt, bereitet Bürgermeisterin Heike Bodmann (SPD) Sorgen.

Nachdem bei Stürmen kleinere Äste auf die Fahrbahn gestürzt sind, hat sie wegen Sicherheitsbedenken den Landkreis eingeschaltet. Im Zuge der Rückschnittarbeiten in diesem Winter will die Kreisstraßenmeisterei den Baum mit einem Hubsteiger in Augenschein nehmen, Totholz herausschneiden und gegebenenfalls den statisch problematischen Starkast entfernen, bestätigt Rolf Gottschling.

Laut Andreas Rademacher von der Naturschutzbehörde des Kreises wurde die Friedensesche 1871 nach dem deutsch-französischen Krieg gepflanzt und in der NS-Zeit in Adolf-Hitler-Esche umbenannt. Vom Eigentum der politischen Gemeinde ging er in den Besitz des Landkreises über, da er dem Straßenkörper dazugerechnet wurde.

Der Kreis nahm den 20 Meter hohen Baum mit 1,10 Metern Stammdurchmesser unter seine Fittiche und in die Liste seiner Naturdenkmale auf, hat ihn aber inzwischen abgestuft. Beim Durchforsten der Liste wurde die Esche mangels Nachhaltigkeit  gestrichen, weil sie in ihrer Vitalität eingeschränkt und auf Dauer nicht lebensfähig ist.

Das habe nichts mit Streusalz oder Umweltschäden zu tun, sondern mit Altersschwäche, sagt Rademacher: „Die Esche muss zurechtgestutzt werden, wir wollen sie aber so lange wie möglich erhalten.“ Der ideelle Wert des emotional behafteten Baums für die Bevölkerung sei groß, vielen Menschen sei er nach wie vor als Naturdenkmal präsent. Weiterhin als Naturdenkmal eingestuft sind die beiden Linden mit Bildstock auf der anderen Straßenseite.

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©Richter