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Friedensfest mit Flüchtlingen in Duderstadt

Meditation im Stadtpark Friedensfest mit Flüchtlingen in Duderstadt

Mit einer Meditation ist am Sonntag das Friedensfest im Museumsgarten zu Ende gegangen. Unter den Teilnehmern befanden sich fünf syrische Flüchtlinge, die derzeit im Rosenthaler Hof leben.

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Mit einer Meditation ist am Sonntag das Friedensfest im Museumsgarten zu Ende gegangen. Unter den Teilnehmern befanden sich fünf syrische Flüchtlinge, die derzeit im Rosenthaler Hof leben.

Quelle: Eckermann

Duderstadt. Auf Einladung des Kunstvereins Kontura, der das Fest gemeinsam mit der LNS-Gesellschaft im Duderstädter Kultursommer organisiert hatte, erlebten die jungen Männer nicht nur eine Meditation, sondern auch die Gemeinschaft mit Duderstädtern. So erfuhr Christiane Mosler von Kontura, dass die Männer aus Syrien aus Damaskus stammen und akademische Ausbildungen in Jura, Ingenieurwesen und Betriebswirtschaft genossen hatten.

Um sie in die Meditation unter der Leitung von Volker Hasse besser einbeziehen zu können, habe die Heilpraktikerin und Yoga-Lehrerin Tatiana Hasse den deutschen Text ihres Mannes auf Englisch übersetzt. „Bei der Meditation ging es um die Atmung“, erklärt Mosler. Mit der Einatmung sollten Liebe und Geborgenheit gefühlt und aufgenommen werden. „Diese Energie, dieser Frieden wurde dann in die Welt ausgeatmet.“

Den syrischen Gästen sei es trotz ihrer angespannten Situation gelungen, sich auf die Frieden-Meditation einzulassen. „Ein Großteil aller Teilnehmer fühlte sich im Anschluss angenehm entspannt“, berichtet Mosler, welche Erfahrungen ihr geschildert worden seien. Dabei bringe eine Meditation unter freiem Himmel immer „besondere Herausforderungen“ mit sich – für alle Teilnehmer. „Es gibt viele Nebengeräusche und Insekten“, so Mosler. Einer der syrischen Teilnehmer habe dennoch im Anschluss von einem „wohligen Gefühl“ berichtet, welches er schon sehr lange nicht mehr verspürt habe.

Dass die Flüchtlinge erst während der Meditation zum Fest hinzugestoßen seien, sei einem Zufall zu verdanken. Rückblickend empfinde sie es als glücklichen Zufall, so Mosler. Denn die Ausdrucks-Tanzgruppe Tribal Roses, die zuvor aufgetreten war, hatte in ihrem Tanz explizite Kriegsbilder gezeichnet, die diese Menschen möglicherweise gerade erst in der Realität erlebt hatten. Unter anderem waren Gewehrsalven und Rotorblätter kreisender Hubschrauber zu hören gewesen „Die Geräusche hätten wahrscheinlich Flashbacks des Traumas ausgelöst“, glaubt Mosler.

Bisher habe Kontura keine eigenen Aktivitäten im Rosenthaler Hof angeboten. Grund dafür sei die aktuelle Konzeptausstellung „Frieden“ gewesen, in die die Mitglieder stark eingebunden gewesen seien. Außerdem sei der Aufenthalt im Rosenthaler Hof zeitlich oft begrenzt. „Deshalb haben wir bisher von einer gemeinsamen Kunstaktion abgesehen“, so Mosler. „Ein gemeinsames Kunstprojekt möchte ich allerdings für die Zukunft nicht ausschließen.“

Bisher arbeitet der Kunstverein vor allem mit dem Café Grenzenlos zusammen. „Es gab bereits mehrere Malworkshops mit den Kreativ-Frauen“, sagte Mosler. Das Engagement sei unabhängig von Kontura. „Maria Steuer, Roswitha Busse und ich engagieren sich seit vielen Jahren bei Café Grenzenlos.“  Steuer erteile zudem derzeit Deutschunterricht im Rosenthaler Hof.

Frieden ist nicht nur das Thema der Jahresausstellung der Kunstvereins Kontura. Frieden war auch das Thema eines Festes am Sonntag im Museumsgarten am Duderstädter Stadtpark. © Eckermann

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