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Frisch und selbst geschlagen: Rhumspringe verkauft Weihnachtsbäume

Ansturm auf Fichten und Tannen Frisch und selbst geschlagen: Rhumspringe verkauft Weihnachtsbäume

Lebhafter Verkehr in Richtung Wald: Die Schutzhütte am Eckernkamp ist am Freitag und Sonnabend ein generationenübergreifender Treffpunkt für hunderte Menschen aus Rhumspringe und den angrenzenden Orten gewesen.

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Forstwart Fritz Brümann sägt den von Justus Fahlbusch (r.) für seine Familie ausgewählten Weihnachtsbaum ab.  Unterstützt wird Brümann von Helfer Jonas Ernst (Mitte).

Quelle: Schneemann

Rhumspringe. Sie sind an die exponiert gelegene Stelle gekommen, um sich einen Weihnachtsbaum auszusuchen. „Rund 90 Prozent haben den Baum selbst geschlagen“, sagt Forstwart Fritz Brümann und ergänzt: „Für viele Familien ist es ein vorweihnachtliches Ritual.“ Die Auswahl umfasse rund 5000 Bäume, manche Interessenten würden sich mehr als eine Stunde lang umschauen.

Am beliebtesten sei mit rund zwei Drittel der Nachfrage die Nordmanntanne. „Viele wollen sie, weil sie nicht so schnell nadelt, und die Nadeln sehr weich sind“, so Brümann. Aber auch Rotfichte und Faresi-Tanne hätten ihre Fans. Für wen der Geruch ein entscheidendes Kriterium sei, wähle gern eine Blaufichte. Käufern empfahl der Fachmann, die Bäume bis zum Aufstellen außerhalb des Hauses oder auf dem Balkon zu lagern und in Wasser zu stellen, Blaufichten eingenetzt zu lassen und andere Bäume auszunetzen.

Viele Kunden sind Stammgäste. „Es kommen sogar Besucher aus Berlin, die ihren Urlaub im Harz verbringen“, erzählt der Forstwart staunend. Bevor die Weihnachtssymbole mit Autos, Bollerwagen und Sackkarren abtransportiert wurden, gingen die meisten Käufer noch in die Schutzhütte, um sich mit Glühwein und Bratwurst zu stärken. „Hier trifft sich eine Runde, die sich sonst im Jahr nie so zusammensetzt“, erzählt Gundi Strüber. Sie hat zusammen mit ihrem Mann eine Nordmanntanne ausgesucht. „Es macht Spaß, im Matsch herumzulaufen“, meint Strüber, für die es wichtig ist, „dass der Baum frisch ist“.

Eine Rotfichte steht Weihnachten bei Veronika Germershausen. „Die hat mein Mann ausgesucht, besser als der kann es keiner“. Beliebtes Gesprächsthema sind Herren, „die sich den Baum schön trinken und in der Walachei stehen lassen“. Realgemeinde-Vorsitzender Godehard Jacobi freute sich, dass viele Mädchen und Jungen in Begleitung ihrer Eltern zu der Aktion kamen. „Es ist wichtig, dass Kinder auch selbst mal einen Baum absägen können“, sagt er. Unterm Strich sei der Verkauf „kein großes Geschäft, sondern eine Tradition, die aufrechterhalten werden muss.“

Von Axel Artmann

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