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Fritz Güntzler informiert sich über Flüchtlingsunterbringung

„Hochachtung“ für Engagement Fritz Güntzler informiert sich über Flüchtlingsunterbringung

Der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler rechnet damit, dass noch mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden. „Wir müssen mehr aufnehmen, wenn sie kommen“, sagte Güntzler am Freitag bei einem Informationsbesuch im Hotel Rosenthaler Hof, in dem das Land  derzeit knapp 200 Asylbewerber untergebracht hat.

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Bastelstunde im Rosenthaler Hof: Der Göttinger Abgeordnete Fritz Güntzler (hintere Reihe, 4. v.r.) besucht Flüchtlingsunterkunft.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Wir sind in der Verantwortung und sollten sie als Gesellschaft auch annehmen.“ Der CDU-Politiker informierte sich über Erfahrungen und Eindrücke der zumeist syrischen Flüchtlinge, die dort vorübergehend, überwiegend aus dem überfüllten Erstaufnahmelager Friedland untergebracht werden. Mittlerweile gibt es im Hotel auch Freizeitangebote wie eine Bastelstunde für Kinder.

Ehrenamtliche helfen dabei. Die Kommunen müssten in die Lage versetzt werden, die Flüchtlinge anschließend auch aufnehmen zu können, forderte Güntzler. „Das Land ist in der Bringschuld“m sagte der Abgeordnete mit Blick auf die als unzureichend angesehenen 6300 Euro, die das Land den Kommunen je Flüchtling und Jahr zahlt. Die Summe sei „ausbaufähig“, sagte der Duderstädter Landtagsabgeordnete Lothar Koch (CDU).

Er habe mit „Hochachtung“ aufgenommen, wie sich die Bevölkerung engagiere, sagte Güntzler. Wie Berichten zu entnehmen sei, fänden Flüchtlinge in den Orten und im Hotel eine gelebte Willkommenskultur vor. Hoteldirektor Eckhard Melz  berichtete über die Pläne, die Zahl der Betten, derzeit 200, aufzustocken. Noch sind baurechtliche und Brandschutzfragen aber nicht geklärt. Geplant wird auch, einen Kinderspielplatz sowie Tische und Bänke im Außengelände aufzubauen. Mit den derzeitigen Gästen gebe es weniger Probleme als mit normalen Gästen, so Melz.

„Wir haben mit Politik nichts zu tun, wir übernehmen den zwischenmenschlichen Teil.“ Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) berichtete von lobenden Worten aus der Bürgerschaft zur Sauberkeit von Fuß- und Gehweg in die Stadt. Auch auf Kleinigkeiten komme es an. Hotel und Flüchtlinge hatten diese Aufgabe übernommen. Die Stadt bringe sich mit Herzlichkeit und Wärme, aber Zurückhaltung ein. „Wir können nicht den Part des Landes übernehmen.“

Die Kapazität in den Erstaufnahmeeinrichtungen in  Braunschweig, Bramsche, Friedland und Osnabrück ist begrenzt. Das Land will eine weitere Einrichtung in der ehemaligen Rommel-Kaserne in Osterode einrichten.

CDU-Bundestagsabgeordneter Fritz Güntzler informiert sich über Flüchtlingsunterbringung in Hotel Rosenthaler Hof. © Richter

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©Richter