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Frühlingsfest endet mit Jugendstrafe

Zigarette in Mundwinkel ausgedrückt Frühlingsfest endet mit Jugendstrafe

Zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten ist am Donnerstag ein 19 Jahre alter Duderstädter verurteilt worden. Er hatte beim Frühlingsfest einen 16-Jährigen geschlagen und eine Zigarette in seinem Mundwinkel ausgedrückt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt. Das Duderstädter Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass der junge Mann am Freitag, 8. April, nach einigem Alkoholkonsum mit einem Freund auf den Schützenplatz gegangen war, wo das Frühlingsfest gefeiert wurde. Dort habe er zunächst ein Fahrgeschäft genutzt und sei dann auf einen Moped-Fahrer zugegangen, der mit drei Freunden das Schützenfest erreicht hatte und dabei war, sein Fahrzeug zu parken. Zwischen dem 16-Jährigen und dem Angeklagten soll sich ein kurzes Gespräch entwickelt haben, in dem es um die Zugehörigkeit zu den Hells Angels gegangen sein soll - ob der Angeklagte behauptet habe, den Motorradrockern anzugehören oder sein späteres Opfer nach einer Mitgliedschaft fragte, blieb unklar. Schließlich, so schilderten es Zeugen, sei es zu Pöbeleien gekommen, die in Backpfeifen seitens des Angeklagten endeten - und damit, dass der 19-Jährige seinem Opfer mit einer Zigarette Verbrennungen zweiten Grades am Mundwinkel beibrachte. Später sollen sich die Jugendlichen im Guten unterhalten und die Hand gereicht haben.

Von all dem wollte der Angeklagte am nächsten Morgen nichts mehr gewusst haben. Auch der Freund, mit dem er gemeinsam getrunken hatte, behauptete, der 19-Jährige habe sich mit Alkohol „weggeschossen“. Das allerdings entsprach nicht den Aussagen der übrigen Zeugen, die eine „leichte Alkoholisierung“ wahrgenommen haben wollten. Er habe sich erkundigt, wen er verletzt hatte, sagte der Angeklagte aus, und Kontakt zu ihm aufgenommen, um sich zu entschuldigen. In dem Whats-App-Chat sah Richter Michael Pietzek allerdings keine Reue, sondern schlicht den Versuch, das Opfer dazu zu bringen, die Anzeige zurückzuziehen. Aufgrund der Vorbelastungen des Angeklagten entschied er, wegen gefährlicher Körperverletzung ein Urteil von zwei Jahren und sechs Monaten unter Einbeziehung einer alten Strafe von einem Jahr und sechs Monaten zu verhängen.

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©Richter