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Frühstück mit Lesung und Violinenklängen in Duderstadt

Internationaler Frauentag Frühstück mit Lesung und Violinenklängen in Duderstadt

Es ist ein Tag der Wertschätzung, ein Tag der Gemeinschaft, ein Tag, die eigenen Stärken zu feiern und auf die immer noch vorherrschenden Missstände hinzuweisen – der Internationale Frauentag.

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200 Frauen und ein Mann: Bürgermeister Nolte bedankt sich.

Quelle: pin

Duderstadt. Zum 13. Frauenfrühstück im Duderstädter Ratssaal kommen  am Sonntag mehr als 200 Frauen um prominenten Gästen und Violinenklängen zu lauschen, das reichhaltige Buffet zu genießen und vor allem, um die Gemeinschaft zu feiern.
Evelyn Stellhorn, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Duderstadt, eröffnet das Treffen. „Zwei Drittel der Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor sind Frauen“, sagt sie. Auch wenn schon einige Schritte für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau getan worden seien, so könne an diesem Beispiel erkannt werden, dass weitere folgen müssten.

„Ohne die Frauen in unserer Region könnten wir einpacken“, sagt der Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Bundeskanzlerin Angela Merkel zeige obendrein der gesamten Welt, was eine Frau in der Lage sei zu leisten. Zum Ende seiner Ansprache begrüßt Nolte die ihm folgende Gastrednerin: „Sie ist in ihrer Position, nicht weil sie eine Frau ist, sondern, weil sie es drauf hat.“ Genau darauf komme es an. Christin Gunkel, Geschäftsführerin Marketing von Ottobock, betritt die Bühne. Die 33-Jährige berichtet von ihrem Werdegang, den Rückschlägen die sie einstecken musste und ihrem Platz in der Arbeitswelt.

„Wenn sie so weitermachen, landen sie irgendwann unter einer Brücke“, habe ihr ein ehemaliger Professor gesagt. Nun könne sie über diese Aussage schmunzeln, schließlich habe sie es geschafft, Chefin von 80 Mitarbeitern zu werden. Wenn sie den versammelten Frauen eine Rat geben solle, wäre es folgender: „Hören sie nie auf zu lernen, stellen sie Fragen, seien sie mutig und wenn sie Fehler machen – Krone richten, weitermachen.“ Abschließend weiß sie auch noch, ihr Publikum zu erheitern: „Ich bin eine Frau und komme aus dem Osten – ich
bin quasi die Angela Merkel von Ottobock.“

Nach einer kleinen Frühstückspause ergreift Autorin Roswitha Iasevoli das Wort. Sie liest Passagen aus ihrem Buch „Bella Donna – Adjö, kleines Frollein!“ Mal frech, mal kratzbürstig, aber auch spritzig und innig, kommt ihre Lesung daher. Ihr Statement: Die Frau von gestern hat ausgedient.

Von Kay Weseloh

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