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Führung mit Scharfrichter Hans Zinke

Unterwegs durch Duderstadt Führung mit Scharfrichter Hans Zinke

Einen Ausflug in das Mittelalter haben zwölf Kinder in Rahmen des Programms Julius-Club 2016 unternommen. Gemeinsam mit Scharfrichter „Meister Hans Zinke“ ging es für die jungen Leser in den Folterkeller unter dem Duderstädter Rathaus.

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Unterwegs durch Duderstadt: Kinder vom Julius-Club mit Scharfrichter Hans Zinke.

Quelle: Richter

Duderstadt. „Habt ihr genug Mut?“ fragte Claus Ludwikowski, der in Kostüm und mit Foltrerwerkzeugen als Figur des Henkers „Meister Hans Zinke“ vor den Kindern stand, um ihnen einige Fakten über den Henkersberuf und das Mittelalter zu erzählen. „Alles, was eklig ist, stinkt und keiner machen will: dafür bin ich zuständig“, so „Meister Hans“. Die Kinder zeigten keinerlei Scheu, auch dann nicht, als es in den Folterkeller hinab ging. Hier erklärte Ludwikowski, wie und warum vor rund 500 Jahren Menschen gefoltert wurden. „Und wenn jemand schuldig war, dann hieß es: weg mit der Rübe“, so Ludwikowski.

Da Kinder, die jünger waren als 14 Jahre, im Mittelalter nicht gefoltert werden durften und weil keines der anwesenden Kinder älter war als 14 Jahre, musste kurzerhand die Mutter von Anna, Jakob und Jonas herhalten, damit Scharfrichter Zinke eine Foltermethode demonstrieren konnte. „Keine Angst, ich deute es nur an“, sagte er scherzend, als er die Hände in einer Schlinge zusammenband. „Das ist alles nicht so grausam wie vieles, was ihr heutzutage im Fernsehen sehen könnt“, sagte Ludwikowski.

Eva, Annalena und Luisa sind dem Angebot des Juluis-Club gefolgt, um mehr über das Mittelalter zu erfahren. „Es ist interessant, wie die Menschen gedacht haben“, sagt die zwölfjährige Annalena. Angst hatten die Mädchen allerdings nicht. „Wir waren schon mal im Folterkeller“, erklärt die achtjährige Luisa.

Im Anschluss gab es eine Stadtführung. An der Mariensäule erzählte „Meister Hans“ Geschichten von der Pest. Am Westerturm endete die Reise. Hier knotete Ludwikowski noch eine Schlinge, um anzudeuten, wie im Mittelalter Menschen gehängt wurden, bevor er sich mit einem Henkersgedicht verabschiedete.

Von Helena Gries

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