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Fuhrbacher Ortsrat wird aufgelöst

Bislang einmaliger Fall im Landkreis Fuhrbacher Ortsrat wird aufgelöst

Als bislang einmaliger Fall im Landkreis wird der Ortsrat von Fuhrbach aufgelöst, weil er mangels genügend Mitgliedern nicht mehr beschlussfähig ist. Der Ortsrat stellte am Sonnabend den Mandatsverlust von Sebastian Haase (CDU) fest.

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Ortsrat im Bürgerhaus Fuhrbach: Ortsbürgermeisterin Beate Sommerfeld leitet die letzte reguläre Sitzung vor der Auflösung.

Quelle: Schneemann

Fuhrbach. Der Ortsratsherr war voriges Jahr nach Mingerode umgezogen. Damit gibt es nur noch fünf von ursprünglich elf Mitgliedern, weniger als die Hälfte. Auf der CDU-Wahlliste, auf der alle Ortsratsmitglieder standen,  war nach Mandatsniederlegungen kein Kandidat mehr, der hätte nachrücken können.

Die Kommunalaufsicht wird jetzt nach den Bestimmungen des Kommunalverfassungsgesetzes die Auflösung des Gremiums feststellen. Innerhalb der folgenden vier Monate muss eine Neuwahl angesetzt werden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Duderstadt bestimmt den Wahltermin. Der neugewählte Ortsrat ist aber nur bis zur nächsten regulären Kommunalwahl bis Ende Oktober 2016 im Amt. Der bestehende Ortsrat darf allerdings noch bis zur Neuwahl Beschlüsse fassen, wenn alle verbliebenen Mandatsträger anwesend sind.

Der Ortsrat sprach sich für eine Verringerung der Zahl der Ortsratsmitglieder aus, und damit für eine Anpassung an die gesunkene Einwohnerzahl. Das Bergdorf zählt knapp 870 Einwohner. Eine neue Festlegung der Ortsratsgrößen geht nur über eine Änderung der Hauptsatzung der Stadt Duderstadt. Das ist erst zur Wahl im Herbst 2016 möglich. Ortsbürgermeisterin Beate Sommerfeld (parteilos, CDU-Liste) kündigte an, weiterarbeiten zu wollen.

„Die Probleme werden größer“

Durch die große Gemeinschaft und gute Zusammenarbeit sehe sie sich darin bestärkt. Von einem anonymen Drohbrief, in dem es unter anderem geheißen habe, „deine Zeit ist abgelaufen, du hast deine Chance gehabt und sie nicht genutzt“, lasse sie sich nicht abschrecken. „Vielleicht fängt der Terror schon im Kleinen an“, merkte sie an. Sie dankte allen Mandatsträgern, die Wort gehalten und für die ganze Wahlperiode zur Verfügung gestanden hätten.

Einen Drohbrief „feige“ zu Hause zu formulieren finde er traurig, sagte Karsten Ley (CDU). Ein Ortsbürgermeister habe im Amt „keinen Blumentopf zu gewinnen“. In Fuhrbach gebe es nur eine Liste, jeder könne sich einbringen. „Zwistigkeiten und Zank haben hier nichts verloren.“ Der Ortsrat könne jetzt nur Schadensbegrenzung betreiben. „Die Probleme werden größer“, mahnte er.

Im Landkreis Göttingen gab es der Verwaltung zufolge eine Ortsratsauflösung wie im Fall Fuhrbach bislang nicht. Im Nachbarkreis Northeim gab es jetzt erstmals gleich zwei Fälle. In Gladebeck bei Hardegsen, wurde Ende Januar ein neuer Ortsrat gewählt, und in Elvese bei Nörten-Hardenberg muss nach Querelen und Rücktritten ebenfalls neu gewählt werden.

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©Richter