Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Fußgängertunnel unter Duderstädter Wall in Rekordzeit

Neuer Durchgang Fußgängertunnel unter Duderstädter Wall in Rekordzeit

Der marode Wallübergang vom Ebertring zur Kardinal-Kopp-Straße war vielen Fußgängern ein Dorn im Auge. Anlieger beklagten, dass der steile Übergang besonders bei winterlichen Verhältnissen für ältere Bürger, Eltern mit Kinderwagen, Schulkinder, Fahrradfahrer und Rollstuhlfahrer unüberwindlich sei. Es gingen Vorschläge an die Stadt Duderstadt, an dieser Stelle einen Durchgang unter dem Wall hindurch zu schaffen.

Voriger Artikel
Förderverein der Kirchengemeinde in Gerblingerode baut Unterstützung aus
Nächster Artikel
Duderstädter Bürgerportal ermöglicht Online-Recherchen zu Rat und Verwaltung

Durchbruch statt Treppe: An dieser Stelle entsteht ein Fußgängertunnel durch den Stadtwall.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Die Idee wurde so gut aufgenommen, dass die bereits geplante Erneuerung der Treppe gestoppt wurde und stattdessen die kostengünstigere Alternative mit einem Durchbruch umgesetzt wird. Vom Duderstädter Ebertring soll nun der Tunnel mit 1,50 Metern Breite und einer Höhe von 2,50 Metern direkt zur Kardinal-Kopp-Straße führen. Nicht nur Anwohner, auch Gäste von außerhalb  zeigen sich begeistert. „Duderstadt stellt sich gern als behindertenfreundliche Stadt dar. In Rekordzeit einen Tunnel durch den Wall zu bauen, ist aber eine besondere Leistung“, lobt der Duderstädter Karl Wenzel die schnelle und unbürokratische Umsetzung in der Stadtverwaltung. Vorbild für die Untertunnelung waren ähnliche Durchgänge im alten Botanischen Garten in Göttingen.

„Das habe ich ja noch gar nicht bemerkt“, sagte die 81-jährige Ingrid Meyer erstaunt über die Arbeiten am Durchgang. Bisher musste sie mit ihrem Rollator immer einen Umweg über die Neutorstraße in Kauf nehmen, um in die Innenstadt zu gelangen. Die Treppe über den Wall hätte sie mit der Gehhilfe nicht bewältigen können. Auch Johanna Burkhard, Mutter von drei Kindern, freut sich über den zügigen Bau des Tunnels. „Das war mühsam und im Winter sogar gefährlich, die Kinderkarre all die 29 Stufen hinaufzuziehen und auf der anderen Seite wieder hinunter zu holpern.“ Wenzel meint, dass die Lebensqualität auch für die im nordöstlichen Duderstadt lebende Bevölkerung verbessert werde. Vor dem Hintergrund der Überalterung der Bevölkerung sei eine solche Realisierung eine Investition in die Zukunft. Zudem steigere der Durchgang die Attraktivität der oberen Marktstraße, die nun auch für Gäste, die am Ebertring parken würden, besser erreichbar sei.

Von Claudia Nachtwey

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Herbstfest in Rhumspringe

©Richter