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Gärtnerhof Landolfshausen bietet solidarische Landwirtschaft

Gemeinsam auf den Acker Gärtnerhof Landolfshausen bietet solidarische Landwirtschaft

Ein gesichertes Einkommen für Landwirte und hochwertige regionale Bio-Produkte für den Verbraucher verspricht das Konzept der solidarischen Landwirtschaft. Auch der Gärtnerhof Landolfshausen vergibt seit 2012 Ernteanteile an Privatpersonen.

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Quelle: Stratenschulte/dpa (Symbolfoto)

Landolfshausen. „Von diesem Konzept haben alle Beteiligten nur Vorteile“, sagt Kerstin Krämer, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Andreas Lechte den Gärtnerhof betreibt, und zwar schon seit 1988 als Bioland-Hof. Für Landwirte werde aber der Wettbewerb, und damit das wirtschaftliche Überleben, durch Preisdruck und steigende Anforderungen wie Größe und Aussehen der Produkte immer schwieriger. Auf der anderen Seite hätten die Verbraucher heute ein Augenmerk auf Herkunft und Qualität der Nahrungsmittel. „Da ist das System der solidarischen Landwirtschaft perfekt für Erzeuger und Verbraucher“, meint Krämer.

In jedem Frühjahr wird eine Erntegemeinschaft zwischen Konsumenten und Landwirten gegründet. Alle Beteiligten teilen sich Verantwortung, Risiko, Kosten und Erzeugnisse des Hofes. Der Löwenanteil der Arbeit liege zwar nach wie vor bei den Landwirten, aber durch dieses Konzept hätten sie auch Planungssicherheit, gerechteren Lohn und müssten sich nicht mehr um die Vermarktung der Produkte kümmern, betont Krämer die Vorteile. „Wir produzieren inzwischen drei Viertel der Erzeugnisse für die solidarische Landwirtschaft, ein Viertel bleibt für den Verkauf auf dem Wochenmarkt, der seit 1988 unser Standbein war“, so Krämer.

Um die Teilhaber in Aussaat und Ernte mit einzubeziehen, werden von Mai bis Oktober einmal im Monat Mitmachtage angeboten und viermal im Jahr Betriebsbesichtigungen. „Hier bekommen die Leute Einblicke in die Gärtnerei, das ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt“, meint Krämer. Weitere Vorteile seien der Erhalt alter, besonders schmackhafter Sorten, die Nähe des Verbrauchers zu seinen Nahrungsmitteln, ein größeres Verständnis für Wachstumsphasen und saisonale Gebundenheit. Das geerntete Gemüse werde zu Abholstellen gebracht, wo die Mitglieder der Erntegemeinschaft die Verteilung selbst übernehmen.

„Wir hoffen, die Idee noch bekannter zu machen, damit sich immer mehr Landwirte beteiligen“, sagt Krämer. Das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft wurde in Deutschland 2011 gegründet. Ausführliche Informationen und Beratung durch Fachleute gibt es unter solidarische-landwirtschaft.org. Infos auch bei gaertnerhof-landolfshausen.de.

Von Claudia Nachtwey

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