Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Gala-Abend bei den Plattdütschen Frünne in Krebeck

Musik, Gedichte und Geschichten Gala-Abend bei den Plattdütschen Frünne in Krebeck

Jahresrückblicke haben es so an sich: Es wird viel gelacht, wenn man sich an die Ereignisse aus der Vergangenheit erinnert, es gibt aber auch nachdenkliche Momente. So erlebten auch die Plattdütschen Frünne ihre letzte Zusammenkunft in diesem Jahr.

Voriger Artikel
Nordmanntanne ist bei Eichsfeldern unangefochten die Nummer eins
Nächster Artikel
Göttinger Symphonie Orchester spielt Neujahrskonzert
Quelle: dpa (Symbolfoto)

Krebeck. 120 Mundartfreunde aus dem Ober- und Untereichsfeld waren ins Adolf-Heine-Bürgerhaus nach Krebeck gekommen, wo Bürgermeister Josef Rudolph und der Präsident der Plattdütschen Frünne, Werner Grobecker, die Gäste begrüßten, teilt Gerhard Germeshausen als Pressewart der Frünne mit. 1600 Freunde waren es im vergangenen Jahr insgesamt, die an den Begegnungsabenden der Freunde der Mundart teilgenommen hatten, berichtete Anneliese Kopp. „Davon allein 350 bei der Plattdütschen Kerken auf dem Höherberg“, sagte sie.

Mit dem Lied „Lebe, leiwe, lache“ gab der Männergesangverein St. Josef unter Leitung von Karl Heine am Keyboard den musikalischen Auftakt zu einem unterhaltsamen Abend im Zeichen des ostfälischen Platts:  Klarita Kellner „Eichsfelder Oart“ vor, ein Gedicht, das wie viele andere Texte des Abends an die bereits verstorbene Gisela Wüstefeld erinnerte. Auch Monika Müller erinnerte sich mit einem Gedicht an die heimatverbundene Krebeckerin, die einmal gesagt haben soll: „Wenn ich mal tot bin, soll das doch alles weitererzählt werden.“

„Owar den allmächtijen Chott“

Im besinnlichen Teil des Abends sprach Rita Maulhardt „owar den allmächtijen Chott“, und Friedrich Zapfe sang das Lied vom Choffschmidt, eine bekannte Weise, die lange Zeit verstummt war. Mit einfühlsamen Worten zitierte Hermann Friederici „Die kleine Tür zum Paradies“. Auch Adelheid Strüber war mit einem Gedicht dabei. Sie erhielt für ihre Verdienste um die plattdeutsche Sprache, besonders bei Kindern, höchstes Lob von Grobecker. Er führte pointenreich durch die Zusammenkunft, die er selbst als „Gala-Abend“ bezeichnete.

Auch bei den Frünnen wird es also kurz vor Jahresende noch einmal so richtig festlich – allerdings auf die ihnen eigene Art. So erklang zum Schluss aus 12 Kehlen  „Alle Jahre wieder“, natürlich auf Platt – und wahrscheinlich als Vorgeschmack auf das kommende Jahr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Apfel- und Birnenmarkt in Duderstadt

©Richter