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Geballte Flowerpower und blitzende Messer

Umzug und Piepgössel Geballte Flowerpower und blitzende Messer

Rosenmontag in Rüdershausen und Wollbrandshausen: In der Rhumegemeinde locken Umzug und Vesper buntgekleidete Gestalten auf die Straße, im Höherbergort werden beim Rasieren der Piepgössel die Messer gewetzt. Heinz Hobrecht (Text) und Iris Blank (Fotos) waren mit dabei.

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Bunt vor Bund: Im Hippielook feiern diese Rüdershäuserinnen Straßenkarneval, gefolgt von Helden(innen) in Uniform.

Quelle: Blank

„Ein Rü-Lau an Eller und Rhume lockt jeden aus der Stube“ – Joachim Otto, Präsident des Rüdershäuser Carneval Clubs (RCC), strahlte mit der Sonne um die Wette, als sich gestern Vormittag der Karnevalsumzug in Rüdershausen in Bewegung setzte. In einem Dutzend Fußgruppen und Wagen, darunter der Pufferexpress und der Bratwurstwagen, zogen die Narren von der Mehrzweckhalle aus durchs Dorf, vorneweg die Majestäten Prinz Steffen I. (Degenhardt) und Prinzessin Theresa I. (Wiehe) sowie das Kinderprinzenpaar Felix I. (Neisen) und Ramona I. (Starke). 40 Jahre nach Gründung des RCC fiel der Umzug durch den Rhumeort entsprechend üppig aus. In fantasievollen Kostümen zogen die Teilnehmer viele Blicke auf sich. Nie zuvor waren in Rüdershausen auch derart viele Blutsauger unterwegs. Und die Blasmusik, dargeboten von den Damen der katholischen Frauengruppe, stellte ebenfalls eine Premiere dar.

Umzug durch Mingerode.

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In Wollbrandshausen wurden die tollen Tage bereits am Sonnabend mit dem Büttenabend eingeläutet. Mit Highlights gespickt war das Programm: Die Klosternummer „Melissengeist“, die Damen ohne Namen, Cindy aus Marzahn, die Wollbrandshäuser Puppenkiste und nicht zuletzt Top Gun begeisterten die ausgelassenen Narren im vollbesetzten Dorfgemeinschaftshaus, die ebenfalls gespannt die Urteile des Gerichtshofes verfolgten.

Zur Sache kam der Gerichtshof dann gestern Nachmittag.Vor dem Dorfgemeinschaftshaus – inzwischen zum 25. Mal – wurden im Beisein der Einwohner die Piepgössel rasiert. Angehende Wollbrandshäuser Kerle um die 16 Lenze werden mit diesem Brauch vom Milchflaum befreit und so in die „Männerwelt“ aufgenommen. Amtsrichter Tom Nordmann rief mit Max Jünemann zunächst den einzigen „Jungmann“ ans Rasierbrett. Auch drei gestandene Kerle – Christian Kopp, Thomas Sobich und Bernd Hinrichs – kamen unters Messer: Nach alter Fastnachtssitte werden so aus „Zugezogenen“ echte Mitglieder der Dorfgemeinschaft.

Am Dorfgemeinschaftshaus werden die Piepgössel rasiert. Nach altem Brauch kommen junge Männer, die aus der Schule kommen, unters Messer.

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©Richter