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Gedenken an Opfer des SED-Unrechts

Mahnmal am Grenzlandweg Gedenken an Opfer des SED-Unrechts

Im Gedenken an die Opfer des SED-Unrechts haben Gäste aus Thüringen und Niedersachsen am Freitag einen Kranz am Mahnmal am Grenzlandweg angebracht.

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Christian Dietrich

Quelle: Eckermann

Teistungen. Christian Dietrich, Landesbeauftragter des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur beim Thüringer Landtag, lobte die Entscheidung des Thüringer Landtages aus diesem April, den 17. Juni zum offiziellen Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts zu erklären.

Er erinnere an einen „Aufbruch, der brutal niedergeschlagen wurde“ und fasse die DDR-Geschichte und die ihrer Opfer symbolisch zusammen. Zugleich schlug der den Bogen in die Gegenwart: „Dass Demokratie alternativlos ist, kann man damit verdeutlichen, dass man die Opfer der Alternativen nennt“, sagte er.

Vor rund 30 Gästen, darunter Politiker und Vertreter von Schulen und Institutionen, machten die Vorsitzenden des Grenzlandmuseums Eichsfeld, Horst Dornieden und Wolfgang Nolte, deutlich, dass die Aufarbeitung dieses Kapitels deutscher Geschichte noch nicht abgeschlossen sei.

Auch heute noch sei die Zahl der Opfer nicht eindeutig bestimmt, viele der Zeitzeugen seien noch nicht so weit, dass sie sich öffnen könnten. „Unrecht, Unterdrückung, Freiheitsberaubung bis hin zum Tod“ seien 40 Jahre lang geschehen. Heute spreche die Forschung von rund 1000 Menschen, die ihr Leben an der Grenze gelassen hätten, rund 135 seien es im Raum Berlin gewesen. „Opfer, die nach Freiheit und Gerechtigkeit gestrebt hatten“, machte Dornieden deutlich.

Nolte appellierte dafür, das Datum stärker im Bewusstsein zu verankern. Der langjährige CDU-Europaabgeordnete Rolf Berend rief dazu auf, den Tag - insbesondere in Schulen zu einem der Auseinandersetzung mit Diktaturen zu erklären.

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©Richter