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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Veranstaltung in St. Martini Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

In der Kapelle des Krankenhauses und Seniorenheims St. Martini ist am Mittwoch der Opfer des Nationalsozialismus gedacht worden. „Die Erinnerungs-, Mahn- und Zukunftsarbeit ist notwendiger denn je“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU).

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Kranzniederlegung mit Kippa: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf dem jüdischen Friedhof in Duderstadt.

Quelle: Richter

Alle Stuhlreihen in der Kapelle waren am 71. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Ausschwitz besetzt. Eindrucksvoll und detailliert schilderten die Gymnasiastinnen Saskia Bömeke, Dafina Ramadani und Hanna-Marie Hähnel vor der Kranzniederlegung auf dem jüdischen Friedhof die Schrecken des Holocausts („eine Landschaft von sechs Millionen Toten – kahlgeschoren, tätowiert, nummeriert, ermordet“).

„Für rechtsextremes Gedankengut und Handeln darf es im Eichsfeld keinen Platz geben“, gab Nolte „vor aktuellem Hintergrund die Botschaft aus der Zusammenkunft der vier Eichsfeld-Städte“ wieder. Der 27. Januar, der 9. November, der Volkstrauertag und andere Anlässe seien bei uns nicht nur Tage des Gedenkens, sondern besonders des Nachdenkens.

Das Schicksal der 84-jährigen Holocaust-Überlebenden, Schriftstellerin  und Literaturprofessorin Ruth Klüger, die auch in Göttingen gelehrt hat, zeichnete Heiner J. Willen, Vorsitzender der Göttinger Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, nach. Und zitierte aus ihrer Rede im Bundestag: „Deutschland hat heute den Beifall der Welt gewonnen dank seiner geöffneten Grenzen und der Großzügigkeit, mit der syrische und andere Flüchtlinge aufgenommen werden.“

An der Gedenkstunde mit vielen Vertretern des öffentlichen Lebens nahmen auch der CDU-Landtagsabgeordnete Lothar Koch und Landrat Bernhard Reuter (SPD) teil. Yannick Bode (Orgel) und Wiebke Germerott, die das Eichsfeldgymnasium besuchen, umrahmten die Veranstaltung mit getragenen Musikstücken von Johann Sebastian Bach und Gabriel Fauré.

 
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