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Gedenkfeiern am Volkstrauertag in Rhumspringe

„Wahnsinn des Terrors schreitet fort“ Gedenkfeiern am Volkstrauertag in Rhumspringe

Bleigrauer Himmel, tröpfelnde Vereinsbanner, Kranzniederlegungen,  getragene Klänge und mahnende Worte unter Regenschirmen: In vielen Orten des Eichsfelds ist am Sonntag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht worden.

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Spricht mahnende Worte im Regen: Franz Jacobi.

Quelle: Schneemann

Rhumspringe. In Rhumspringe erinnerte Bürgermeister Franz Jacobi (CDU) daran, dass der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Volkstrauertag 1919 unter dem Eindruck der Schrecken des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen hat. 20 Jahre später machte der Beginn des Zweiten Weltkriegs alle Hoffnungen  auf Frieden zunichte.

„Der Wahnsinn des Terrors und der Gewalt schreitet fort“, sagte Jacobi und schlug einen Bogen zur Gegenwart: „Jede Minute verlieren zwei syrische Kinder ihre Heimat.“ Stellvertretend für die aktuellen Krisen nannte der Kommunalpolitiker neben Syrien den Irak, Afghanistan, Pakistan, die Ukraine, Israel und Palästina, aber auch das Flüchtlingsdrama im Mittelmeerraum und Ebola: „Wir trauern um getötete Bundeswehrangehörige, entführte und getötete Mitglieder von Hilfsorganisationen, die Opfer von Terrorismus, der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage.“ In das Gedenken bezog Jacobi alle Opfer körperlicher und seelischer Gewalt im Alltag ein, bevor er an der Pieta im Glockenturm einen Kranz der Gemeinde niederlegte.

Während im Pfarrheim nebenan die erste Kirchenvorstandswahl für die neue Seelsorgeeinheit lief, wurde die Rhumspringer Gedenkfeier wegen des widrigen Wetters verkürzt. Prisca Meise trug ein Gedicht zum Volkstrauertag vor, die Männer des Kirchenchores sangen „Näher, mein Gott, zu Dir“, der Fanfarenzug spielte „Ich hatt‘ einen Kameraden“, zum Abschluss wurde gemeinsam die Nationalhymne gesungen. Der Volkstrauertag ist im Eichsfeld ein eingespieltes, aber immer wieder anrührendes Ritual.

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©Richter