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Gedenkkonzert für Enno Haase

Pianist und Harfenistin begleiten Tochter Anna Haase von Brincken im Rathaussaal Gedenkkonzert für Enno Haase

Ein Gedenkkonzert für Enno Haase haben Freunde und Angehörige organisiert. Pastor Haase war vier Jahrzehnte lang Seelsorger an der St.-Servatius-Kirche und ist am 1. Februar 2015 im Alter von 87 Jahren gestorben.

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Unvergessen: Enno Haase

Quelle: EF

Duderstadt. Eine sehr persönliche Note erhält das Konzert durch Mezzosopranistin Anna Haase von Brincken, die als jüngste Tochter  der Religionspädagogin Lisbeth Haase und des evangelischen Geistlichen Enno Haase mit ihren fünf Geschwistern im Pfarrhaus an der Unterkirche aufgewachsen ist. Beim Gedenkkonzert für ihren Vater am Sonnabend, 20. Februar, um 19 Uhr im Rathaussaal tritt sie mit dem Pianisten Ulrich Staerk aus Kopenhagen und der Harfinistin Rosemarie Seitz aus Eibelstadt auf. Haase von Brincken hat in Tel Aviv Operngesang studiert, war Finalistin beim Mozart-Wettbewerb Salzburg, ist als Konzertsängerin international gefragt, war in jüngerer Vergangenheit häufig in der Frauenkirche Dresden zu hören und betreut in ihrem Wohnort München eine Gesangsklasse.

Das Programm im Rathaussaal umfasst die „Rückert-Lieder“, Werke von Erich Korngold („Unvergänglichkeit“), Max Reger („Ich sehe dich in 1000 Bildern“), Paul Hindemith („Sonate für Harfe“), Felix Menelssohn-Bartholdy („The Evening Bell“), Carl Rütti („Marien-Leben“) und Johannes Brahms („Intermezzo in E-Dur“). Der Eintritt für das von der Sparkasse Duderstadt unterstützte Konzert ist frei, es werden aber Spenden erbeten. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) will in einem Grußwort an das Wirken Haases erinnern.

Der Pastorensohn Enno Haase war mit 25 Jahren der jüngste Pastor der hannoverschen Landeskirche, als er 1953 in Duderstadt ordiniert wurde. Das Pfarrhaus war damals noch mit evangelischen Flüchtlingen und Vertriebenen belegt, die nach dem Krieg in Eichsfeld gekommen waren. Seine Frau hat Haase 1947 beim Wiederaufbau der Michaeliskirche in Hildesheim kennengelernt. In seiner Amtszeit in Duderstadt baute er eine intensive Jugendarbeit auf, die Servatiuskirche wurde saniert, erhielt eine neue Heizung und neue Glocken. 1977 gab Haase die Ahrend-Orgel in Auftrag. Bekannt wurde die vor vier Jahren generalüberholte Orgel durch die Konzerte von Pastor Karl Wurm, der Haase ab 1976 zur Seite stand. 1984 veröffentliche Haase das Buch „Die Evangelischen in Duderstadt“, 1992 wurde er in den Ruhestand verabschiedet, predigte vertretungsweise aber bis 2007 in sämtlichen Nachbargemeinden.

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