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Gefahr für Eichsfeldgymnasium Duderstadt (EGD) durch Schulgesetz?

„Keine Entwarnung für Gymnasien“ Gefahr für Eichsfeldgymnasium Duderstadt (EGD) durch Schulgesetz?

„Die Schüler wurden nicht einbezogen, die Parteien machen die Diskussion unter sich aus.“ Den Versicherungen von Kommunalpolitikern, dass das Eichsfeldgymnasium Duderstadt (EGD) nicht gefährdet sei, glaubt die stellvertretende Schulsprecherin Alexandra Seebode nicht.

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Duderstadt. Und sie steht damit nicht allein. Auch die FDP-Kreistagsabgeordnete Hiltrud Sürmann hat sich in die von Duderstädter Vertretern des Philologenverbandes angestoßene Debatte eingeschaltet: „Warum sollte die Gefährdung aller niedersächsischen Gymnasien, die vom neuen Landesschulgesetz ausgeht, ausgerechnet im Kreis Göttingen nicht gelten?“.

Der Zwang in Richtung Integrierte Gesamtschule (IGS) sei klar erkennbar, meint Seebode: „Der Ball, der auf uns zugerollt kommt, ist größer und zerstörerischer als alles andere.“ Die 17-Jährige, die auch Mitglied im Landesvorstand der Schüler Union ist, befürchtet, dass das EGD mittel- bis langfristig nicht bestehen bleibt, falls das neue Schulgesetz so verabschiedet und die IGS ersetzende Schulform wird.

Um ein Gymnasium besuchen zu können, müssten die Schüler dann zum Beispiel nach Göttingen pendeln und stundenlange Schulwege in Kauf nehmen, sagt die Fuhrbacherin und betont den Wert des Gymnasiums in Duderstadt mit seinem Profilangebot. Der Vorrang für die Einheitsschule IGS schränke die Wahlfreiheit ein und werde vielen Schülern unterschiedlichen Leistungsstandards nicht gerecht.

„Lassen sie doch endlich das Bildungssystem in Ruhe und in seiner vielschichtigen Form erhalten!“, appelliert die Schulsprecherin an die Landesregierung: „Die ständigen Veränderungen führen nur zu Stress für Lehrer und Schüler, deren Meinung bei Entscheidungen nicht mal berücksichtigt wird.“

„Die Schwächung der Gymnasien durch die rot-grüne Landesregierung hat System“

Auch Sürmann sieht mittel- bis langfristig alle Gymnasien in ihrer Existenz bedroht. Die Bekenntnisse von Landrat und Schulausschuss zum EGD und zur Kooperativen Gesamtschule Gieboldehausen seien vor dem Hintergrund der Schulpolitik des Landes besonders im ländlichen Raum mit großer Vorsicht zu betrachten.

„Die Schwächung der Gymnasien durch die rot-grüne Landesregierung hat System“, meint die FDP-Politikerin. Offensichtlich werde diese Tendenz bei der Lehrer-Planstellenzuweisung. Seit 2013 würden die Stellen zu rund 70 Prozent den Gesamtschulen und lediglich zu 30 Prozent den Gymnasien zugewiesen. Zuvor sei dieses Verhältnis umgekehrt gewesen.

Nur auf eine starke Elternschaft zu bauen, sei zu wenig, sagt Sürmann und wirft der Landesregierung eine ideologisierte Schulpolitik vor. Die geplante Abschaffung von Schulnoten, Laufbahnempfehlungen und Sitzenblieben senke das Niveau aller Schulformen.

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©Richter