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Gehörlosen-Tagung auf dem Pferdeberg in Gerblingerode

Thema Inklusion Gehörlosen-Tagung auf dem Pferdeberg in Gerblingerode

Zu ihrer Jahrestagung sind die Mitglieder des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder im Kolpingferienparadies zusammengekommen. Bereits seit Jahren ist die Einrichtung auf dem Pferdeberg Treffpunkt für hörende und nicht hörende Eltern aus dem gesamten Bundesgebiet. „Was sie verbindet, sind ihre gehörlosen Kinder“, erklärte die Vorsitzende Yvonne Opitz.

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Gruppenbild zum Abschluss: Das Kolping-Ferienparadies ist seit Jahren Anlaufpunkt für den Elternverband gehörloser Kinder.

Quelle: EF

Gerblingerode. Diese ständen im Mittelpunkt der Tagung unter dem Titel „Inklusionsgedanken oder Illusion“, an der rund 240 Personen teilnahmen.

Seit vor sechs Jahren erstmals das Thema Inklusion gewählt worden sei, habe sich vieles verändert, begründete Opitz das Tagungsthema. Viele Kinder würden inklusiv beschult. Ihre und die Erfahrungen ihrer Eltern sollten besprochen werden. Andere würden in Fördereinrichtungen ausgebildet, deren Bestehen trotz lautstarker Proteste nicht immer gesichert sei. „Wir haben bewusst viel Raum für Diskussion gelassen“, erklärte Opitz. Zudem gab es Fachvorträge, die Impulse für weitere Gespräche bieten sollten. „Wir wollen eine Tankstelle sein für Eltern“, erklärte Opitz. Ihr Stellvertreter Rolf Willm, Vater von vier Kindern, betonte das Gemeinschaftserlebnis für die Kinder. „Meine freuen sich das ganze Jahr darauf“, sagte er. Dabei gehe es nicht darum, nur gemeinsam zu spielen. So wie die Eltern in Workshops arbeiteten, beschäftigten sich auch die Kinder mit dem Thema, allerdings auf spielerische Art.

Das Kolpingferienparadies biete ideale Bedingungen für die Tagung, so Opitz. „Einmal im Jahr sind wir hier zuhause“, sagte sie während der Begrüßung der Teilnehmer. Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) nahm den Faden auf. Die Einrichtung habe zum Ziel, Familien ein Zuhause zu bieten, in dem auf unterschiedliche Persönlichkeiten und Talente eingegangen werden könne. Auch in Duderstadt werde daran gearbeitet, noch mehr Barrierefreiheit zu schaffen. Über einen Erfahrungsaustausch mit den Tagungsteilnehmern freue er sich, außerdem hoffe er, die Vereinsmitglieder auch 2016 wieder begrüßen zu können, so Nolte. Die Vorsitzenden sehen dafür gute Chancen – wenn auch die Finanzierung Jahr für Jahr ein Problem darstelle. „Wir kämpfen immer wieder aufs Neue“, erklärte Willm. Unterstützung erfahre der Verein beispielsweise durch die Aktion Mensch.

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