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Gelbes Mädchen ergänzt blaues Männchen in Duderstadt

Versteigerung bei Themenmarkt Gelbes Mädchen ergänzt blaues Männchen in Duderstadt

Das „blaue Männchen“ mit nacktem Oberkörper, das auf einem Totholzstamm den Stadtwall am Hindenburg überragt, hat seine Arme nicht umsonst seit Monaten erwartungsvoll ausgestreckt. Die Kunststofffigur hat Gesellschaft in Form eines weiblichen Pendants bekommen.

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Lackiert in den Farben der Stadt Duderstadt: Figuren-Ensemble in luftiger Höhe.

Quelle: Richter

Duderstadt. Am Wochenende hat des blauen Knaben Schöpfer wieder zugeschlagen – diesmal allerdings nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit Steckleiter, sondern in der Dämmerung mit einer Hebebühne. Auf einer Plattform neben dem blauen  Männchen hat der Künstler Oskar Müller eine weitere Kunststofffigur festgeschraubt: ein „gelbes Mädchen“ mit züchtigem Hemdchen und ebenfalls weit ausgestreckten Armen.

„Stadtgeflüster“ heißt das Atelier in der Marktstraße, das Müller zu seinem 65. Geburtstag eröffnet hat. Für Geflüster über die Stadtgrenzen hinaus gesorgt hat er bereits im Vorfeld mit seinem klammheimlich installierten und nachträglich von den Entscheidungsträgern der Stadt sanktionierten blauen Knaben. Für das gelbe Sonnenkind musste der Wahl-Duderstädter nicht noch einmal die Katze aus dem Sack lassen, nachdem er sich mit „Der Himmel über Duderstadt“, wie er die blaue Skulptur getauft hatte, geoutet hatte. Und es gibt auch schon wieder Anfragen von Fernsehsendern wegen der Ergänzung der Skulptur.

Ganz neu ist die Idee mit der gelben Figur nicht. Bereits zu Jahresbeginn hatte eine örtliche Clique am Ortseingang von Breitenberg ein goldenes Männchen installiert – als Antwort auf Müllers Landschaftskunst-Aktion in Duderstadt.
„Mehrfach – und nicht nur aus feministischen Kreisen –   bin ich darauf angesprochen worden, warum es auf dem Wall nur ein blaues Männchen und kein weibliches Gegenstück gibt“, sagt der Künstler, der in Berlin auch als Illusionsmaler Fassaden gestaltet hat. Also machte er sich wieder ans Werk. Die gelb lackierte Frauenfigur soll die Sonne verkörpern, in Kombination mit dem blauen Knaben werden zudem die Stadtfarben aufgegriffen. Eine Katze in einem Astloch, die neugierig zu den Figuren nach oben späht, rundet das Ensemble ab.

Ob Junge und Mädchen auf Dauer den Wall überragen werden, hängt vom Ausgang einer Auktion ab. Wie bereits angekündigt, will Müller die Skulptur zugunsten des Tabaluga-Hauses versteigern lassen. Die Versteigerung hat er in die Hände von Karsten Ley gelegt. Als Termin dafür hat der  Leiter der Unternehmenskommunikation der Ottobock Health Care einen der Duderstädter Themenmärkte ins Auge gefasst. Erst einmal hat die Eröffnung des umgebauten Max-Näder-Hauses im Blickfeld der Figuren zum 100. Geburtstag des 2009 verstorbenen Ottobock-Seniorchefs am 24. Juni Vorrang.

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©Richter