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Gemeinde Rhumspringe prüft Rückbau von Hindernissen

Pflasterbuckel unerwünscht Gemeinde Rhumspringe prüft Rückbau von Hindernissen

Der Sponti-Spruch „Unter dem Pflaster liegt der Strand“ ist ebenso angestaubt wie die baulichen Vorgaben, die der Landkreis den Gemeinden in der Vergangenheit bei Einrichtung von Tempo-30-Zonen gemacht hat.

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Auf dem Prüfstand: Aufpflasterung in Friedrichstraße.

Quelle: Schauenberg

Rhumspringe. Die verkehrsbehördliche Anordnung gibt es schon seit Jahren nicht mehr. Die Einengungen, Pflasterbuckel und -bänder werden zunehmend in Gemeinderäten als obsolet in Frage gestellt.

Nach der von Kontroversen begleiteten Beseitigung von Pflasterbändern in Seulingen prüft jetzt auch die als Träger der Straßenbaulast dafür zuständige Gemeinde Rhumspringe, Aufpflasterungen zurückzubauen. Die Verkehrskommission habe dagegen keine Einwände, aber zu gründlichem Überlegen geraten, sagt Rhumspringes Bürgermeister Franz Jacobi (CDU), der sich dem Thema behutsam nähert.

Einstimmig ist der Rat dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, Einengungen und Aufpflasterungen in Oberdorf und Friedrichstraße zurückzubauen. Vor einer abschließenden Entscheidung sollen aber zunächst die Kosten dafür ermittelt werden.

Bestehen bleiben sollen die Pflasterbuckel in Dechant-Hartmann-Straße und Mühlenbrücke sowie die kleineren am Steinberg. An der Mühlenbrücke werde dadurch der Verkehr von der nicht zur Tempo-30-Zone gehörenden Herzberger Straße abgebremst, sagt Jacobi. Das gelte auch für die Dechant-Hartmann-Straße, deren Breite ansonsten zu einem zügigen Durchfahren verleite.

Auf dem Prüfstand

Für die Aufpflasterungen bei Ausweisung der innerörtlichen Tempo-30-Zonen hatte die Gemeinde in den Jahren 1999 und 2000 eine Summe von rund 60 000 Mark investiert. Bereits 2002 hatte ein Anwohner aus dem Oberdorf beantragt, dort eine Aufpflasterung zu entfernen. Der Antrag wurde damals vom Verwaltungsausschuss einstimmig abgelehnt.

Vor einigen Jahren bereits wurden dann aus pragmatischen Gründen zwei Straßeneinengungen im Zuge von Bauarbeiten beseitigt. Eine Aufpflasterung im Kirchtal wurde zunächst ebenerdig zurückgebaut. Weil es aber Probleme mit der Stabilität des Pflasterbandes gab, wurden die Pflastersteine im Zuge der Regenwasserkanalerneuerung entfernt und durch Asphalt ersetzt. Bei der Verlegung von Gasleitungen durch Harz Energie wurden zudem die Einengung vor dem – inzwischen abgerissenen und durch ein Gesundheitszentrum ersetzten – Hallenbad in der Dechant-Hartmann-Straße und eine weitere Einengung im Oberdorf zurückgebaut.

Auf dem Prüfstand stehen jetzt die beiden Buckel im Oberdorf und einer in der Friedrichstraße. Ein weiterer Buckel in Höhe des Eingangs zum dortigen Kinderspielplatz soll wegen des Schutzes der Kinder vorerst bestehen bleiben.

Für die Entfernung der von einigen als Schikane empfundenen, von anderen als Raserbremse verteidigten Hindernisse haben sich immer wieder einmal Anwohner ausgesprochen. Das Anfahren und Beschleunigen nach Überfahren der Buckel verursache Lärm und Abgase, sagt Jacobi. Durch die Parksituation sei es oftmals ohnehin kaum möglich, mit einer schnelleren Geschwindigkeit als 30 Stundenkilometer zu fahren.

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©Richter