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Gemeinde Rüdershausen muss auf „Sparflamme“ fahren

Rat dreht an Steuerschraube Gemeinde Rüdershausen muss auf „Sparflamme“ fahren

Die Gemeinde Rüdershausen gerät in diesem Jahr erstmals in die roten Zahlen. Trotz höherer Steuersätze entsteht voraussichtlich ein Defizit in Höhe von rund 36 000 Euro. So sieht es jedenfalls der Haushaltsplan für 2015 vor, den der Gemeinderat am Donnerstagabend einstimmig beschloss.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Rüdershausen. Der Hebesatz für die Grundsteuer B für Grundstücke steigt von 320 auf 350 Prozent. Der Gewerbesteuersatz wird von 300 auf ebenfalls 350 angehoben. Im Etatentwurf war sogar von 370 Prozent ausgegangen worden. Der Finanzausschuss hatte aber eine nicht geringere Anhebung empfohlen.

„Wir müssen jetzt zwei, drei Jahre lang auf Sparflamme fahren“, sagte Arnold Sommer (SPD). Ein Defizit habe es in Rüdershausen bislang nicht gegeben. Die 860-Einwohner-Gemeinde habe in der Vergangenheit die Mehrzweckhalle für mehr als 300 000 Euro saniert und erweitert. „Darauf sind wir ein Stück weit stolz“, sagte Sommer. „Jetzt schalten wir einen Gang zurück.“ Durch die Steuererhöhungen sollen rund 20 000 Euro Mehreinnahmen in die Gemeindekasse fließen.

Die ordentlichen Aufwendungen belaufen sich dieses Jahr laut Plan auf 690 800 Euro. Die Lücke im Etat kann durch Rücklagen gedeckt werden. Deutlich zu Buche schlägt die Umstellung der Umlage durch die Samtgemeinde Gieboldehausen. Statt wie bislang zwischen 22 und 27 Prozent müssen die Mitgliedsgemeinden jetzt 30 Prozent ihrer Einnahmen abgeben. „Wir sind an der Grenze des Machbaren“, beklagte Sommer.

Durch weniger Einwohner gibt es auch 15 000 Euro weniger  Einkommensteuereinnahmen. Immerhin kann die Gemeinde mit 11 300 Euro Investitionszuschuss vom Landkreis rechnen. Für eine Senkung der Kreisumlage habe es leider keine Mehrheit gegeben, bedauerte Bürgermeisterin Annegret Lange (CDU).

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